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	<title>Michael Hieslmair</title>
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		<title>Never Walk Alone!</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 12:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir beziehen uns auf Diskurse zur Konstitution von Gemeinschaft, für die sich im lokalen populärkulturellen Umfeld mehrere inspirierenden Referenzen finden lassen: das sind hier zum Einen die Sportvereine wie der örtliche Fußballverein „Hobby-Club Reinsberg“, dessen kleiner Fußballplatz im Zentrum der Gemeinde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1275" title="nwa_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/08/nwa_004_380.jpg" alt="" width="380" height="254" /></p>
<p>Wir beziehen uns auf Diskurse zur Konstitution von Gemeinschaft, für die sich im lokalen populärkulturellen Umfeld mehrere inspirierenden Referenzen finden lassen: das sind hier zum Einen die Sportvereine wie der örtliche Fußballverein „Hobby-Club Reinsberg“, dessen kleiner Fußballplatz im Zentrum der Gemeinde mit dem winzigen Clubhaus auch außerhalb des Spielbetriebes ein beliebter Treffpunkt und damit eines der wichtigsten sozialen Zentren im Ort darstellt, und zum anderen die vielen beweglichen Güter, die sich im Besitz der verschiedenen Reinsberger Vereine befinden. Diese bewegliche Güter dienen nicht nur der Kernfunktion der Vereine sondern auch als Tauschobjekte zur Unterstützung von Veranstaltungen anderer Vereine – deren indirekter oder direkter Zweck (wie auch bei den Turnieren) mehrheitlich die gemeinsame Ausrichtung von Festen ist.</p>
<p>Unsere Arbeit besteht aus zwei Gaben an den „Hobbyclub Reinsberg“, der nicht nur das alljährliche sogenannte „Rottenturnier“ für Reinsberger und Reinsbergerinnen ausrichtet sondern auch eine inoffizielle regionale Hobbymeisterschaft gegen Vereine anderer Gemeinden bestreitet: Zum Einen spenden wir dem Verein einen wortwörtlich „künstlerisch überhöhten“ Wanderpokal. Dieser ist aber mit 1,60 Meter Höhe viel zu groß, um auf einem Regal oder in einem Wohnzimmer Platz finden, er muss wohl oder übel im halböffentlichen Raum aufgestellt werden, um alljährlich von der jeweils siegenden Rotte zur nächste zu wandern.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1276" title="nwa_003_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/08/nwa_003_380.jpg" alt="" width="380" height="254" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/never_walk_alone/you_will_never_walk_alone_celtic_liverpool.mp3">Audio-Datei herunterladen (you_will_never_walk_alone_celtic_liverpool.mp3)</a><br />
You’ll never walk alone!<br />
Live im Stadion: Liverpool gegen Celtic, die beide dieselbe Hymne teilen</p></blockquote>
<p>Zum anderen stellen wir dem Club ein schmales fahrbares Tribünensegment samt Fußballfan-Utensilien für Fanchoreographien (Fahnen und Banner) und eine Lautsprecheranlage zu Verfügung, das auf einem für den Straßenverkehr zugelassenen Autoanhänger montiert ist. Diese Miniaturfantribüne kann am eigenen Sportplatz geparkt werden, mit verschiedenfarbigen Fahnen der an Turnieren teilnehmenden Mannschaften bestückt werden, zu Auswärtsspielen mitgenommen, oder aber auch an andere Vereine verliehen werden.</p>
<p>Während der Projektlaufzeit werden bei Trainingsspielen am Fußballplatz des Reinsberger Hobby Clubs mit den lokalen Fußballern und Fans Adaptionen internationaler Fangesänge eingeübt. Zug um Zug wird die Tonanlage der Tribüne mit den Aufnahmen der Gesänge bestückt. Die selbstsingende Installation gibt jeden Nachmittag zwischen 15h und 19.30 an Ort und Stelle ein kurzes aber intensives Lebenszeichen dieser vorübergehenden gemeinschaftlichen Erfahrung von sich.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1277" title="nwa_006_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/08/nwa_006_380.jpg" alt="" width="380" height="254" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/never_walk_alone/rossoneri_siamo_noi.mp3">Audio-Datei herunterladen (rossoneri_siamo_noi.mp3)</a><br />
<em>Rossoneri siamo noi!<br />
AC Milan – Rot Schwarz sind auch die Vereinsfarben des HC Reinsberg</em></p></blockquote>
<p><strong>Hintergrund des Projektes</strong></p>
<p><em>„Spielgemeinschaften“</em></p>
<p>Der Siedlungsraum der wenigen Einwohner der Gemeinde Reinsberg ist in der hügeligen Landschaft weit gestreut. Er teilt sich in 5 sogenannte Rotten: Schaitten, Robitzboden, Kerschenberg, Reinsberg und Buchberg. In deren Zentrum liegt eine Reihe von kleinen Sport- und Freizeitanlagen, Asphaltstockbahnen, Tennisplätze, ein Freibad und ein Fußballplatz, der auch der freiwilligen Feuerwehr als Übungswiese dient.</p>
<p>Auf diesem Platz rittern einmal jährlich diese 5 Rotten und die „ehemaligen Reinsberger“ (geborene Reinsberger, die aktuell ihren Wohnsitz außerhalb von Reinsberg haben) um die begehrten Rotten-Meistertitel im Fußball. Die Bewerbe werden vom „Reinsberger Hobbyclub“ ausgerichtet und umfassen mittlerweile auch ein „Damen-Turnier“ (vorerst mit nur zwei Mannschaften) und das „Kinder-Rotten-Turnier“.</p>
<p>Folgt man aktuellen Gemeinschaftstheorien, so existiert parallel zu ortsgebundenen Traditionen eine Vielfalt an „posttraditionalen Gemeinschaften“, die weniger durch die Nähe ihrer Mitglieder im sozialen Raum oder durch gemeinsame Wertüberzeugungen entstehen als vielmehr aufgrund von ähnlichen Lebensstilen, geteilten Konsumpraktiken oder ästhetischen Ausdrucksweisen. Das „Reinsberger Rottenturnier“ hat in den 24 Jahren seines Bestehens seine eigene zyklisch wiederkehrende Form entwickelt und ist damit selbst zur „Tradition“ – zu einem Ritual der Gemeinschaftskonstruktion – geworden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1279" title="nwa_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/08/nwa_001_380.jpg" alt="" width="380" height="254" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/never_walk_alone/pippi_langstrumpf_eintracht_frankfurt_Newcastle_united.mp3">Audio-Datei herunterladen (pippi_langstrumpf_eintracht_frankfurt_Newcastle_united.mp3)</a><br />
<em>Hey Pippi!<br />
Eintracht Frankfurt, St. Pauli u.a.</em></p></blockquote>
<p>Zu diesem Zweck wird die Dorfgemeinschaft zuerst vorsätzlich in Gruppen aufgeteilt, die Regulative werden aber elastisch gehalten, damit möglichst viele am Bewerb teilhaben können, der neben der sportlichen vor allem auch der sozialen Anerkennung der Akteure dient. Die Inszenierung des Wettstreits bietet wiederum den Anlass für ein karnevaleskes gemeinsames Fest der übergeordneten Gemeinschaft.</p>
<p>Aber auch die SpielerInnen und fußballbegeisterten Fans, die beim Rottenturnier für ihre eigene Mannschaft jubeln fühlen sich parallel zu weiteren Fankulturen zugehörig – sei es, dass sie ihre Favoriten in regionalen Gebietsliegen oder in der Bundesliga finden, oder bei Champions-League- und Weltmeisterschafts-Spielen zu ‚ihrer’ jeweiligen Mannschaft halten. Neben dem Hobbyclub spielen Reinsberger auch im Verein „SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg“, der in Gresten beheimatet ist, und deren Kampfmannschaft in der Ersten Klasse West spielt. Und es gibt einen eigenen Rapid-Fanclub (Green-White-Dynamite), deren Vertreter immer wieder zu Rapid-Spielen reisen. Gemeinschaft stiftenden Spiele werden bekanntlich aber auch zuhause vor dem Fernseher, in kleinen Gruppen im Gasthaus, beim Besuch eines Public Viewings im (Nachbar-) Ort angeschaut. Fan-Rituale aus internationalen und nationalen Ligen haben längst Eingang in die eigenen Inszenierungen gefunden, wenn auch der bescheidenen Anzahl an Fans angepasst und (ironisch) gebrochen. Selbst das Rottenturnier hat seinen eigenen Platzsprecher und seine Anfeuerungszeremonien.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1278" title="nwa_002_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/08/nwa_002_380.jpg" alt="" width="380" height="254" /></p>
<p><em>Masseverwaltung</em></p>
<p>Was für die vielen Vereine in Reinsberg (aber auch für Vereine in anderen Gemeinden – und selbst in größeren Städten) charakteristisch ist, ist eine beträchtliche Menge an Gütern, ein beachtliches mobiles Equipment, das jeder Verein je nach Vereinszweck und Ausrichtung seiner Veranstaltungen mittlerweile akkumuliert hat (beispielsweise Sport-Dressen, Uniformen, Trachten, Sportgeräte, Musik-Instrumente, Licht- und Tonanlagen, Tribünen, Party-Zelte, Überdachungen, WC-Wagen, Fahrzeuge, vor allem Kühlschränke, Schankanlagen, Bars, Griller, etc.), die bei Bedarf untereinander verliehen werden können. In diese Liste werden wir uns mit unseren Gaben einbringen. Für etwaige eigenmächtige Veränderungen oder zweckdienliche Verbesserungen an ihnen werden wir entsprechendes Verständnis entgegenbringen.</p>
<p><em>Weitere Infos auf der Website von </em><a href="http://www.publicart.at/d_home.html" target="_blank"><em>Kunst im Öffentlichen Raum Niederösterreich</em></a></p>
<p><em>Navigationshilfen zur Anfahrt:<br />
siehe den Eintrag in </em><a href="http://maps.google.de/maps?q=Reinsberg,+%C3%96sterreich&amp;hl=de&amp;ie=UTF8&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=22.120728,57.041016&amp;vpsrc=0&amp;t=h&amp;z=15" target="_blank"><em>Google Maps</em></a></p>
<p><em>Dank an: Franz Faschingleitner, Helmut Hieslmair, Thomas Mayer, Reinhard Nosofsky, Erwin Pöchacker, Karl Prüller, Florian Stramminger, Christian Vogelauer, dem Rapid-Fanclub &#8220;Green White Dynamite&#8221; und den SpielerInnen des &#8220;Reinsberger Hobbyclubs&#8221;</em></p>
<p><em>Fotos: Hieslmair/ Zinganel</em></p>
<p><strong>Vorauswahl an Fangesängen, Hintergründe und Clips auf Youtube:</strong></p>
<p><em>You’ll never walk alone!<br />
</em>Liverpool, Celtic und viele andere mehr<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/You’ll_Never_Walk_Alone" target="_self"> Zur Geschichte des Liedes</a><br />
Live im Stadion: Liverpool gegen Celtic, die beide dieselbe Hymne teilen als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Xfgqi-UahE8&amp;feature=related" target="_blank">Youtube Clip</a></p>
<p><em>Rossoneri siamo noi!<br />
</em>AC Milan – Rot Schwarz sind auch die Reinsberger Vereinsfarben<br />
<a href="http://www.ultrasmilan.it/mp3/rossoneri_siamo_noi.mp3" target="_blank"> Audiobeispiel</a></p>
<p><a href="http://www.ultrasmilan.it/mp3/rossoneri_siamo_noi.mp3" target="_blank"></a><em>Hey Pippi!</em><br />
Eintracht Frankfurt, St. Pauli u.a.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hej,_Pippi_Langstrumpf!" target="_blank"> Zur Geschichte des Liedes</a><br />
Lied im Original als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ayHzg8oMvV0&amp;feature=related" target="_blank">Youtube Clip<br />
</a>Live im Stadion: Eintracht Frankfurt gegen Newcastle United als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=JHas38WdhP0" target="_blank">Youtube Clip<br />
</a>Eintracht Frankfurt Fans als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sMojbswC9mo&amp;feature=related" target="_blank">Youtube Clip</a></p>
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		<item>
		<title>Don Camillo + Peppone. Eine gemischte Prozession</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2011/06/28/camillo-peppone/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 16:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptseite]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte2]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Stadtwanderung über die Vielfalt von Gemeinschaft konstituierenden Ritualen, Insignien und Institutionen, die für Attnang-Puchheim typisch erscheinen – allen voran Kirche und Gewerkschaft als Gemeinschaft der Gläubigen und Gemeinschaft der Fordernden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1192" title="d_p_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/06/d_p_004_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><strong>Erste Prozession:<br />
Mittwoch den 22.06.2011 um 17h</strong></p>
<p><strong>Weitere Termine:<br />
Freitag den 01.07.2011 um 18:45h<br />
Samstag den 02.07.2001 um 17h</strong></p>
<p>Eine Stadtwanderung über die Vielfalt von Gemeinschaft konstituierenden Ritualen, Insignien und Institutionen, die für Attnang-Puchheim typisch erscheinen – allen voran Kirche und Gewerkschaft als Gemeinschaft der Gläubigen und Gemeinschaft der Fordernden.<br />
Mit einem multi-funktionalen Prozessions- und Demonstrationswagen, der allen Arten von Gemeinschaften offen steht, und Live-Kommentaren über Funk-Kopfhörer.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1236" title="d_p_019_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/06/d_p_019_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Die Funk-Kopfhörer können gegen Pfand bzw. Ausweishinterlegung beim Treffpunkt am Festivalkiosk am Rathausplatz – gegenüber dem Eingang zum Rathaus – ausgeliehen werden.</p>
<p>Dauer ca. 1 1/2 Stunden<br />
Keine Prozessionsentgelte</p>
<p>„Kirche“ und „Gewerkschaft“ galten über lange Zeit hinweg als prototypische „Gefässe“ zur „Behausung“ von als immerwährend imaginierten Gemeinschaften. Ihre Zeichen, Insignien und Rituale haben sich in das sozialräumliche und mentale Gefüge des Eisenbahner- und Wallfahrtortes Attnang-Puchheim eingeschrieben.<br />
Im Umbruch zu einer postmodernen und postfordistischen Lebens- und Arbeitswelt sind langfristige Beziehungen längst brüchiger und Loyalitäten und Identitäten multipel geworden. Immer häufiger schließen sich Individuen daher je nach Lebensabschnitt und Lebensstil (zusätzlich) anderen vorübergehenden Gemeinschaften an.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1199" title="d_p_015_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/06/d_p_015_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>In einer Reihe von „gemischten Prozessionen“, wird die Stadt mit einem multi-funktionalen Prozessions- und Demonstrationswagen, der jeder Art von Gemeinschaft offen steht und als Synthese-Gefäß für die Interessen und Anliegen jedes/ jeder Einzelnen fungiert durchkreuzt. Dabei geben Live-Kommentare über Funk-Kopfhörer Hinweise über Gemeinschaftsstiftende Motive und lokale Besonderheiten. So stiftet die Stadtwanderung selbst eine vorübergehende exklusive Gemeinschaft unter den wenigen, die für eine Stunde mit Funk-Kopfhörern zusammengeschlossen sind.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1216" title="d_p_018_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/06/d_p_018_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Dabei werden unterschiedliche und mitunter gegensätzliche politischen und Identität stiftende Pole in der Stadt aufgesucht und mit eigens hergestellten „Ritual-Geräten“ nach der Brüchigkeit von Gemeinschaften befragt. Bei den „Prozessionen“ werden wir von einem „Kommentator“ begleitet, der Bezüge zu politischen und religiösen Debatten herstellt, theoretische Verweise auf symbolische Raumordungen, die Beziehung von Objekt und Fetisch, Wissen über Rituale und dergleichen ins Spiel bringt, sowie vorhandene Artefakte und zufällige Ereignisse entlang der Route in die Prozession integriert.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1197" title="d_p_013_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/06/d_p_013_380-333x500.jpg" alt="" width="333" height="500" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/camillo_peppone/Camillo_Peppone.mp3">Audio-Datei herunterladen (Camillo_Peppone.mp3)</a><br />
&#8220;Für alle die sich gerade neben mich gestellt haben – ich bin ein &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Weitere Infos auf der Website des </em><a href="http://www.fdr.at" target="_blank"><em>Festival der Regionen</em></a><em><br />
</em></p>
<p><em>Navigationshilfen zur Anfahrt:<br />
siehe den Eintrag in </em><em><a href="http://maps.google.de/maps?q=Attnang-Puchheim,+Rathausplatz,+%C3%96sterreich&amp;hl=de&amp;ie=UTF8&amp;sll=47.051954,15.425215&amp;sspn=0.005673,0.013851&amp;z=16" target="_blank">Google Maps</a></em></p>
<p><em>Dank an: Helmut Böhm, Azra und Klaus Charbonnier, Cigdem Dalici, Gislinde und Helmut Hieslmair, Pfarrer Josef Kampleitner, Rudi Loidl, Julia Obenaus, Alfred Reimair<br />
</em></p>
<p><em>Fotos: Iris Andraschek | Julia Obenaus |Hieslmair/ Zinganel</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kommunizierende Gefässe. Interaktions-Modelle in alpinen Erlebnislandschaften</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2011/01/26/kommunizierende-gefasse-interaktions-modelle-in-alpinen-erlebnislandschaften/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2011/01/26/kommunizierende-gefasse-interaktions-modelle-in-alpinen-erlebnislandschaften/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 13:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptseite]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte3]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge/Workshops]]></category>

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		<description><![CDATA[Das touristische Erlebnis ist keineswegs eine passive statische und ausschließlich visuelle Konsumtion von Landschaften und Dienstleistungen sondern vielmehr eine aktive multi-sensuale Performance, die – und das gilt insbesondere für die Alpen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1155" title="gefaesse_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2011/01/gefaesse_001_380.jpg" alt="" width="380" height="269" /></p>
<p>Ein Workshop in 2 Blöcken zu Theorie und Praxis auf dem Campus der Universität Innsbruck.</p>
<p>Input-Block: Montag, 21. März und Dienstag, 22. März 2011<br />
Umsetzungs-Block: Freitag, 8. April bis Dienstag, 12. April 2011</p>
<p><a href="https://orawww.uibk.ac.at/public/lfuonline_lv.details?sem_id_in=11S&amp;lvnr_id_in=847177" target="_blank">[weiter]</a> zur Lehrveranstaltungs Anmeldung</p>
<p><a href="http://hieslmair.him.at/2010/05/04/parcours-durch-alpine-erlebnislandschaften/">[weiter]</a> zur Dokumentation des letztjährigen Workshops</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>We are the World(s). eine kartografische Spurensuche</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2010/12/15/we-are-the-worlds/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2010/12/15/we-are-the-worlds/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 16:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptseite]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte1]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Arbeit rekonstruiert vier tatsächliche Reisen von Vermessungsteams des Militärgeografischen Institutes, die von 1830 bis in die 1930er Jahre zu unterschiedlichen außereuropäischen Destinationen unternommen wurden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1139" title="worlds_002_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_002_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Diese Arbeit wurde eigens für die <a href="http://www.unortnung.net/SEITEN/VI.html" target="_blank">Ausstellung</a> erstellt. Sie rekonstruiert vier tatsächliche Reisen von Vermessungsteams des Militärgeografischen Institutes, die von 1830 bis in die 1930er Jahre zu unterschiedlichen außereuropäischen Destinationen unternommen wurden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1141" title="worlds_009_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_009_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Im einem ironischen Spiel mit dem eurozentristischen Selbstwahrnehmung in der deshalb verzerrten kolonialen Kartenerstellung werden die Wege jeweils zweimal auf silbernen Sitzbällen dargestellt, die auf die Globen noch leerer unerforschter Planeten verweisen:  je einmal werden sie isoliert auf einem Globus dargestellt, dessen Zentrum das zu beforschende Reiseziel bildet – und einmal werden alle vier Wege auf einem Planeten zusammengefasst, dessen Zentrum die Stadt Wien, der Sitz des Kartierungsamtes, markiert. Alle 5 Bälle zusammen sitzen allerdings gemäß der genordeten eurozentristisch geordneten Weltkarte am Boden des Ausstellungsraums.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1140" title="worlds_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_008_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Während über jedem der isolierten vier Wegediagramme ein Kopfhörer hängt, in dem die Vermessungsaktivitäten aus dem Blickwinkel eines Messgerätes erzählt werden, enden auf dem fünften Planeten die Wege in Wien in nachgestellten Archiv-Karteikarten. Diese verweisen auf die Eckdaten der jeweiligen Reisen und die Inhalte der Dokumente. Als Referenz an die Reisedestinationen hängen vier Reproduktionen von Karten an der jeweils benachbarten Säule.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1147" title="worlds_010_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_010_380-333x500.jpg" alt="" width="333" height="500" /></p>
<p><em>Tonspuren – Planeten</em></p>
<p><em> </em><img class="alignnone size-full wp-image-1128" title="worlds_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_004_380.jpg" alt="" width="380" height="322" /></p>
<blockquote><p><em><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/we_are_the_worlds/01 Jan Mayen.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Jan Mayen.mp3)</a><br />
Jan Mayen<br />
&#8220;26. August 1882 – 12.36h, Mitteleuropäische Zeit: Meine Objektiv-Abdeckung wird abgenommen – alles in meinem Sichtfeld ist weiß und hell – es blendet ungemein – mein Zielfernrohr zeigt leicht nach unten – Schwenk nach links um 56°: In der Ferne sehe ich eine Meeres-Bucht ­– am Horizont meines Bildausschnittes treiben Eisschollen – unweit der Küstenlinie erkenne ich &#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p><em> </em><img class="alignnone size-full wp-image-1129" title="worlds_006_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_006_380.jpg" alt="" width="380" height="283" /></p>
<blockquote><p><em><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/we_are_the_worlds/02 Petra.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Petra.mp3)</a><br />
</em> <span style="font-style: normal;"><em>Petra</em></span><em><br />
&#8220;14. Juni 1906 – 6.23h, Mitteleuropäische Zeit: Meine Objektiv-Abdeckung wird abgenommen – klarer blauer Himmel – mein Zielfernrohr zeigt nach oben – Schwenk in die Horizontale: Im Vordergrund erkenne ich einen tief in das trockene und sandige Gelände eingeschnittenen Fluss – unmittelbar dahinter liegen am Fuß eines flachen Hanges &#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1130" title="worlds_003_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_003_380.jpg" alt="" width="380" height="444" /></p>
<blockquote><p><em><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/we_are_the_worlds/03 Congo.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Congo.mp3)</a><br />
</em> <span style="font-style: normal;"><em>Congo</em></span><em><br />
&#8220;27. Februar 1886 – 15.04h, Mitteleuropäische Zeit: Meine Objektiv-Abdeckung wird abgenommen – ich sehe gar nichts – meine Linse ist völlig beschlagen – sie wird mit einem weißen Tuch gereinigt – erst jetzt sehe ich gestochen scharf in etwa 50 Metern Entfernung einen sehr breiten braunen Fluss, an dessen Ufer &#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1131" title="worlds_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_005_380.jpg" alt="" width="380" height="295" /></p>
<blockquote><p><em><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/we_are_the_worlds/04 China.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 China.mp3)</a><br />
China<br />
&#8220;03. Oktober 1929 – 01.04h, Mitteleuropäische Zeit: Die Luke unter mir öffnet sich – ich bin kopfüber in ein Gestell eingespannt, das fest mit dem Flugzeug verbunden ist – Wolkenschwaden ziehen vorbei – dann wird sie Sicht vollkommen klar – mein Objektiv wird scharf gestellt: auf der Erdoberfläche erkenne ich &#8230;&#8221;</em></p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1142" title="worlds_007_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/12/worlds_007_380-333x500.jpg" alt="" width="333" height="500" /></p>
<p><em>Kuratiert von <a href="http://www.veronikabarnas.net/" target="_blank">Veronika Barnas</a> und </em><em><a href="http://www.elkekrasny.at/" target="_blank">Elke Krasny</a></em><em></em></p>
<p><em>Dank an: Hr. Fuhrmann und Hr. Knoll vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien<br />
Sprecher/ Audio Editing: </em><em><a href="http://www.klauscharbonnier.com/" target="_blank">Klaus Charbonnier</a></em></p>
<p><em>Fotos: Hieslmair/ Zinganel</em></p>
<p><em>Presse: Artikel über das ehemalige Militärgeografische Institut von Elke Krasny in der </em><em><a href="http://" target="_blank">Presse</a> </em><em>und eine knappe Ausstellungsbesprechung im <a href="http://derStandard.at/1289608355611/Freak-oder-Performance" target="_blank">Standard</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Trafikcity</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2010/10/12/trafikcity/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 16:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte1]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Arbeit entstand im Auftrag des Institutes für Kunst im Öffentlichen Raum Steiermark. Der Auftrag des KuratorInnenteams bestand darin, für eine spezifischen Grazer Wohnanlage unter Beteiligung der Bewohner und Bewohnerinnen eine künstlerische Arbeit zu entwickeln, die im öffentlichen Raum der Anlagen installiert wird. Wir fokussieren in unserer Arbeit nicht auf eine einzige Grazer Wohnanlage, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.trafikcity.net/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1040" title="tc_foto_eoe_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/10/tc_foto_eoe_001_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></a></p>
<p><a href="http://www.trafikcity.net/"></a>Die Arbeit entstand im Auftrag des Institutes für Kunst im Öffentlichen Raum Steiermark. Der Auftrag des KuratorInnenteams bestand darin, für eine spezifischen Grazer Wohnanlage unter Beteiligung der Bewohner und Bewohnerinnen eine künstlerische Arbeit zu entwickeln, die im öffentlichen Raum der Anlagen installiert wird.</p>
<p>Wir fokussieren in unserer Arbeit nicht auf eine einzige Grazer Wohnanlage, sondern auf vier Tabak-Trafiken im Umfeld der Triester Straße. Diese Trafiken dienen nicht nur als Nahversorger mit unterschiedlich breiten Waren- und Dienstleistungsangeboten sondern auch als soziale Netzwerkknoten, an denen die BewohnerInnen unterschiedlichster Wohnanlagen der Umgebung aufeinander treffen. Diese reichen von einer Grazer Gemeindebau-Siedlung aus den 1930er Jahren, dem „Muchitsch Hof“, über eine NS Wohnanlage er 1940er Jahre, die „Südtiroler- bzw. Denggenhof-Siedlung“, bis zu signifikanten Hochhaustürmen der 1960er und 70er Jahre und Einfamilienhäusern.</p>
<p>Uns dienten diese Trafiken, die alle von Ehepaaren im Schichtdienst geführt werden, als Ausgangspunkte unserer Recherchen zu den täglichen Routen und Routinen der Akteure – und zu ihren jeweiligen Wohnbiographien und -karrieren.</p>
<p><a href="http://www.trafikcity.net/" target="_blank">weiter zur Projekt Hompage</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Driveway Transit Exit. Alltag im Labyrinth</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2010/06/06/a40-driveway/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2010/06/06/a40-driveway/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 21:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptseite]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte2]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Wegenetz- und Audioinstallationen zu Migration und Mobilität auf der Shell-Station „Wattenscheid“ an der A40 von Bochum in Fahrt-Richtung Essen und in der angrenzenden Kleingartenanlage „Am Dückerweg“ e.V.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-986" title="driveway_010_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_010_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-988" title="driveway_012_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_012_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Tankstellen-Urbanismus<br />
<span style="font-style: normal;">Im Netzwerk des globalen Waren- und Güterverkehrs nimmt das Ruhrgebiet seit jeher eine zentrale Stellung ein. Das Labyrinth an Autobahnen bestimmt und vernetzt den äußerst dicht besiedelten polyzentrischen, urbanen Großraum. War das dichte Netz aus Verkehrswegen in der Nachkriegszeit noch ganz nach dem modernistischen Diktum der Funktionstrennung angelegt worden, so begannen sich spätestens seit den Wirtschaftswunder-Jahren die räumlichen Nutzungszuschreibungen immer mehr zu mischen und zu überlagern. Während die industrielle Produktion sukzessive in den Hintergrund gedrängt wird steigt parallel dazu der Bedarf an Distributions- und Logistikzentren an. Daher stellt dieses Labyrinth die alltägliche Arbeits- und Lebenswelt von Pendlern und Berufsfahrern dar, für die sich Autobahnraststätten und Tankstellen immer mehr zum Ersatz für soziale Knotenpunkte und Nahversorgungszentren entwickeln. Selbst für die angrenzende Schrebergartenanlage hat die  Tankstelle als rund um die Uhr geöffneter Gemischtwaren-Laden eine wichtige Funktion.</span></em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-991" title="driveway_009_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_009_3801.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Der Fokus der Arbeit lag daher zuerst auf der Raststätte Wattenscheid als transnationalem Kreuzungspunkt, an dem Haltepunkt sich anhand von ausgewählten Akteuren und den von ihnen zurückgelegten Wege Rückschlüsse auf globale Transformationsprozesse und den regionalen Strukturwandel ziehen lassen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1002" title="driveway_024_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_024_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Internationale Kleingarten-Gemeinschaft</em><br />
Bei den Vorrecherchen fiel die unmittelbar an die Raststätte angrenzende Kleingarten-Anlage auf, deren Flaggen über die Lärmschutzwand ragen und von der Autobahn aus sichtbar sind. Diese Flaggen zeigen keineswegs ein homogenes Bild, z.B. ausschließlich aus Flaggen der Kleingartenbewegung, Deutschen National Flaggen und Flaggen des bedeutendsten Fußballvereins (Schalke 04), wie das zu erwarten wären – hier finden sich stattdessen Flaggen verschiedenster Bundesländer und Nationen, die auf die unterschiedliche Herkunft der Kleingärtner und Gärtnerinnen verweisen: In diesen Flaggen bilden sich demnach Migrationsgeschichten des Ruhrgebietes ab, u. a. von Gastarbeitern der ersten Generation, die in ihrer Pension ein Stück deutschen Kleingartens erobert haben, oder von jüngeren Zuwanderern, die erfolgreich in einen Kleingarten einheirateten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-990" title="driveway_026_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_026_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Platzwechsel</em><br />
Die Ergebnisse der parallel durchgeführten Recherchen zum transnationalen Knotenpunkt Autobahntankstelle sowie zum lokalen Freizeitparadies mit Migrationshintergrund werden in zwei unterschiedliche dreidimensionale Wegenetz- und Audioinstallationen übersetzt. Die Platzierung der beiden Netzwerke erfolgt dabei am jeweils anderen Ort: Auf dem Parkplatz der Raststätte werden die Migrationswege der Kleingärtner nachgestellt, in zwei benachbarten Kleingärten jenseits der Lärmschutzwand das Netzwerk typischer Stammkunden der Autobahntankstelle an der A40.</p>
<p><em><strong>Standort Parkplatz der Raststätte<br />
<span style="font-weight: normal;">Genaue Ortsangaben (siehe oben)</span></strong><br />
<span style="font-style: normal;">Die Recherchen über 8 Akteure aus der Kleingartensiedlung werden in einer Wegenetz-Installation und über Hörstationen präsentiert. Jedem der Akteure ist in horizontaler Ebene die stark abstrahiert „Spur“ seiner geographischen Migrationsgeschichte – von Ausgangspunkt seiner Reise bis in den Kleingartenparzelle – zugeordnet. Die Spur besteht aus miteinander verbundenen über dem Boden schwebenden lackierten Holzbalken, auf denen Name des Herkunftsortes angebracht.</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><img class="alignnone size-full wp-image-992" title="driveway_014_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_014_3801.jpg" alt="" width="380" height="253" /></span></em></p>
<p>Die 8 Wege laufen auf einen gemeinsamen Kreuzungspunkt zu, der mit 8 Hochbeeten einen fiktiven Ausschnitt der Kleingartenanlage markiert. Im Bereich der Hochbeete knicken die Wege rechtwinkelig nach oben, so dass sie gemeinsam die Umriss-Linie einer archetypischen Hausform bilden, in die die Nationalflaggen der Herkunftsnationen eingehängt sind. Jedes Hochbeet ist einem Akteur zugeordnet, dieses wird in Absprache entsprechend seiner/ihrer Vorlieben bepflanzt. Gleichzeitig ist in jedes Hochbeet ein Lautsprecher eingebaut. An diesen Hörstationen können die Besucher vor Sonneneinstrahlung geschützt auf den Holzrosten Platz nehmen und den von NachrichtensprecherInnen wie Verkehrsmeldungen gesprochenen Audiospuren von individuellen Migrationsgeschichten zuhören.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-993" title="driveway_015_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_015_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Tonspuren – Wegenetz am Parkplatz der Raststätte</em></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/01 Laialni.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Laialni.mp3)</a><br />
Lailani 72., Rentnerin<br />
&#8220;Lailani kam 1970 mit bereits 32 Jahren im Rahmen eines Anwerbe-Programms für Krankenschwestern und Pflegepersonal aus dem 10.553 km entfernten Manila<strong> </strong>nach Deutschland. Zuvor besuchte sie auf den Philippinen an einer privaten Schule &#8230;&#8221;</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/02 Wolfgang.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Wolfgang.mp3)</a><br />
Wolfgang 62., Rentner<br />
&#8220;Wolfgang ist 1948 in Deutschland geboren, er wuchs in Munscheid auf, nur 8 km vom Kleingartenverein entfernt. Mit 14 Jahren begann eine Lehre &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/03 Jamal.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Jamal.mp3)</a><br />
Jamal 36., Kontrolleur<br />
&#8220;Jamal kam am 18. November 1986 im Alter von 12 Jahren mit seiner Mutter und sechs Geschwistern aus dem 2.316 KM entfernten MEKNÈS<strong> </strong>nach Düsseldorf. Sein Vater, ein gelernter Mauer, lebte dort bereits seit Jahren, nachdem er in den 1970er Jahren in Marokko &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/04 Miguel.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Miguel.mp3)</a><br />
Miguel 64., Rentner<br />
&#8220;Miguel kam 1971 aus Vigo, einer 2.112 km von der Gartenanlage entfernten<strong> </strong>Hafen- und Industriestadt im äußersten Nordwesten Spaniens nach Deutschland. Aufgrund eines Arbeitsabkommens zwischen der Franco Diktatur und Deutschland warben &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-998" title="driveway_034_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_034_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/05 Joep.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Joep.mp3)</a><br />
Joep 60., Rentner<br />
&#8220;Joep kam über Christian, einen deutschen Freund, im März 1990 im Alter von 50 Jahren nach Wattenscheid. Die beiden hatten sich in den Niederlanden kennengelernt,&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/06 Ayse.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Ayse.mp3)</a><br />
Ayse 63., Rentnerin<br />
&#8220;Ayse kam am 5. Oktober 1972 mit 25 Jahren erstmals nach Deutschland. Ihr Ehemann konnte sich noch im Rahmen des Anwerbeabkommen bei deutschen Behörden in der Türkei bewerben bevor &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/07 Dunja.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Dunja.mp3)</a><br />
Dunja 52., Reinigungskraft<br />
&#8220;Dunja kam am 27. Juni 1979 aus dem 1.313  km entfernten Banja Luka nach Deutschland, einer mittelgroßen Stadt im ehemaligen Jugoslawien. Banja Luka liegt in Bosnien Herzegowina und ist die Hauptstadt der neuen von Serben dominierten Republika Srpska,&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/08 Bozena.mp3">Audio-Datei herunterladen (08 Bozena.mp3)</a><br />
Bozena 42., Altenpflegerin<br />
&#8220;Bozena kam am Donnerstag, den 23. März 1989 im Alter von 21 Jahren nach Deutschland. Sie ist in Zabrze bzw. auf Deutsch „Hindenburg“ aufgewachsen,&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><em><strong>Standort Kleingartenanlage<br />
<span style="font-weight: normal;">Genaue Ortsangaben (siehe oben)</span></strong><br />
<span style="font-style: normal;">Die an der Autobahntankstelle durchgeführten Recherchen werden in eine zweite mit Hörstationen ausgestattete Wegenetz-Installtion übersetzt. Die Wege der 12 Akteure erstrecken sich dabei über mehrere Kleingarten-Parzellen. Die &#8220;Spur&#8221; jedes Akteurs kennzeichnet den zurückgelegten Weg in Abhängigkeit zur Autobahntankstelle.</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><img class="alignnone size-full wp-image-994" title="driveway_028_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_028_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></span></em></p>
<p>Die Wege bestehen aus blanken Aluminiumrohren, die sich teils gebogen entlang von Zäunen, Gartenlauben, durch Hecken, usw. schlängeln. Am Ende der Wege sind die Herkunfts- und Zieldestinationen der Akteure in Form von Schriftzügen angebracht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-995" title="driveway_017_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_017_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Tonspuren – Wegenetz in der Kleingartenanlage</em></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/01 Ann.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Ann.mp3)</a><br />
Ann E. 34., Tankstellenpächterin<br />
Wetter/ Ruhr – Tankstelle – Wetter/ Ruhr<br />
&#8220;Ann E. fährt jeden Tag um 5 Uhr morgens mit ihrem dunkelblauen VW Golf in der Kaiserstrasse am nördlichen Stadtrand von Wetter an der Ruhr los. Das Wohnhaus der Familie liegt &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/02 Heinrich.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Heinrich.mp3)</a><br />
Heinrich F. 52., Fahrer LKW mit Kühlaufbau<br />
Essen – Nordhorn – Coesfeld – Ahaus – Tankstelle – Essen<br />
&#8220;Heinrich F. fährt jeden Tag um halb 3 Uhr früh mit seinem PKW von Essen-Huttrop in eine Gewerbezone im Deilbachtal südlich von Essen. Er fährt täglich bis zu 350 km<strong> </strong>für die Firma Rasting Fleisch und Wurstwaren vom Fleischhof in Essen zu &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/03 Jan.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Jan.mp3)</a><br />
Jan P. 46., Fahrer Autotransporter<br />
Bochum – Tankstelle – Zeebrügge – Bochum<br />
&#8220;Jan 46.<strong> </strong>fährt mehrmals wöchentlich mit seinem Mercedes 1835 Actros mit Kässbohrer Aufbau für Opel dieselbe Route vom Werk in Bochum zum Hafen in Zeebrügge und zurück, dem größten Umschlagplatz von Neuwägen &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-996" title="driveway_019_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_019_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/04 Kryztof.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Kryztof.mp3)</a><br />
Kryztof W. 51., Fahrer Kleintransporter<br />
Poznan – Lodz – Gdansk – Wrozlaw – Tankstelle – Lille – Basel<br />
&#8220;Kryztof W., sein Bruder und zwei Cousins parken mit einem Ford Transit Kastenwagen und einem geleasten M.A.N. 7,5 Tonner am Parkplatz der Raststation. Sie sind am Feiertag nachmittags in Polen los gefahren und warten nun hier &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/05 Ronny.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Ronny.mp3)</a><br />
Ronny P. 34., Schichtkoordinator und Monteur<br />
Muldental bei Leipzig – Tankstelle – Nordrhein Westfalen/ Sauerland/ Baden<br />
&#8220;Ronny P. arbeitet als Schichtkoordinator für ein mittelständisches Unternehmen in Muldental bei Leipzig, dessen Monteure mit 6 Fahrzeugen permanent quer durch ganz Deutschland unterwegs sind. Ronny koordiniert die Aufträge in &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/06 Wanja.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Wanja.mp3)</a><br />
Wanja K. 39. Fahrer LKW mit Kühlaufbau<br />
Tschernihiw – Kiew – Donezk – Odessa – Tankstelle – Gent – Antwerpen – Rotterdam – Bremen<br />
&#8220;Wanja K. lebt in Tschernihiw und fährt für die ukrainische Transportfirma „Translogistika“ einen 40 Tonnen Volvo FH 1242 Sattelzug mit Kühlaufbau durch Europa. Wanja  holt in verschiedenen ukrainischen Städten in Kiew, Donezk, oder Odessa &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/07 Werner.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Werner.mp3)</a><br />
Werner H. 43. Außendienstmitarbeiter Firmen-PKW<br />
Lünen – Tankstelle – Düsseldorf<br />
&#8220;Werner H. verlässt an Werktagen bereits um 5:30 seine Wohnung in Lünen und startet zu seinem 90km entfernten Arbeitsplatz in einen Düsseldorfer Unternehmen, das Teppichböden vertreibt. Er hängt sein Sakko hinter den Beifahrersitz &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1000" title="driveway_020_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_020_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Geöffnet ab Samstag, 12. Juni 2010 ab 14 Uhr (mit Grill)<br />
Offizielle Eröffnung siehe: <a href="http://www.B1A40.de">B1|A40 Die Schönheit der großen Strasse</a><br />
Ausstellungsdauer: bis Sonntag 8. August 2010</p>
<p>Künstlerführung: Sonntag, 13. Juni um 11 Uhr<br />
Samstag, 7. August 2010 um 16 Uhr<br />
anschließend Abschlussfest im Kleingarten<br />
Treffpunkt bei der Installation auf der Shell-Raststätte „Wattenscheid“</p>
<p>Navigationshilfen zur Anfahrt:<br />
siehe den Eintrag in <a href="http://maps.google.at/maps/ms?hl=de&amp;ie=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=108204548455262155317.0004885ca26dbee6afffa&amp;ll=51.476298,7.153183&amp;spn=0.003495,0.007886&amp;t=h&amp;z=17  " target="_blank">Google Maps</a></p>
<p>Anfahrt<br />
Autobahn: A40 Fahrt-Richtung Essen Ausfahrt Shell-Station Eggers GmbH<br />
Vietingstrasse 50<br />
D-44867 Bochum-Wattenscheid</p>
<p>Bundesstrasse aus Bochum oder Wattenscheid: Bochumerstrasse, Abzweigung Vietingstraße</p>
<p>mit Öffentlichen Verkehrsmitteln:<br />
Straßenbahn aus Bochum oder Wattenscheid: Linie 302, Station Vietingstrasse<br />
S-Bahn/ Deutsche Bahn: zu Fuß vom Bhf. Wattenscheid</p>
<p><em>Kuratiert von </em><em><a href="http://www.markus-ambach.de/projects/projectsintro.htm" target="_blank">MAP</a></em><em><a href="http://www.markus-ambach.de/projects/projectsintro.htm" target="_blank">, Markus Ambach Projekte</a></em></p>
<p><em>Dank an: Familie Eggers und das Personal der Shell-Station, Rob, Werner, Antonio, Danuta, Richard und die Kleingärtner des Kleingartenvereins &#8220;Am Dückerweg&#8221; e.V.<br />
Russischsprachige Recherche: Anna Olshevska<br />
Aufbau: Christian Forsen, Benjamin Hofmann, Lee Taylor<br />
SprecherInnen/ Audio Editing: Solveig Bader, Olaf Biernat, Stefan Leiwen</em></p>
<p><em> Fotos: Hieslmair/ Zinganel </em></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Parcours durch Alpine Erlebnislandschaften</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2010/05/04/parcours-durch-alpine-erlebnislandschaften/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2010/05/04/parcours-durch-alpine-erlebnislandschaften/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 08:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vorträge/Workshops]]></category>

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		<description><![CDATA[Das touristische Erlebnis ist keineswegs eine passive statische und ausschließlich visuelle Konsumtion von Landschaften und Dienstleistungen sondern vielmehr eine aktive multi-sensuale Performance, die – und das gilt insbesondere für die Alpen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-830" title="alpin_parcours_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_008_380.jpg" alt="alpin_parcours_008_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Das touristische Erlebnis ist keineswegs eine passive statische und ausschließlich visuelle Konsumtion von Landschaften und Dienstleistungen sondern vielmehr eine aktive multi-sensuale Performance, die – und das gilt insbesondere für die Alpen – in dynamischen Bewegungszyklen erfahren wird. Alpine Gebäudelehre lässt sich daher nicht auf den Funktionsablauf einzelner Gebäude reduzieren, sondern muss alle Betätigungsfelder in der gesamten Erlebnislandschaft einbeziehen, von der Anreise zum Hotel über die Berg- und Talstationen, das Nachtleben bis hin zur Abreise.</p>
<p>Die unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Kulturen von Touristen, Dienstleistern und Einheimischen produzieren mitunter problematische Dreiecksbeziehungen. Daher wird ihre Interaktion zum Selbstschutz aller Beteiligten durch spezifische Rituale und vielschichtige Bühnenlandschaften gefiltert und moduliert, sodass für alle Beteiligten sowohl Bühnen zur Selbstdarstellung als auch private Rückzugsorte gesichert sind.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-848" title="alpin_parcours_013_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_013_380.jpg" alt="alpin_parcours_013_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Die Tiroler Täler mit ihrer ausgeprägten touristischen Infrastruktur  (Saisonstädte) eignen sich besonders, um Einflüsse überregionaler  Transformationsprozesse und Modernisierungsschübe auf die lokale  Kulturlandschaft und Architektur zu analysieren. Die  Erlebnislandschaften in den Tiroler Tälern sind keineswegs  ausschließlich auf Basis von Ideen und Konzepten lokaler Seilschaften  entstanden, sondern sie stellen Koproduktionen dar, die von Reisenden  und Bereisten sukzessive ausgebaut und ausdifferenziert wurden: die  baulichen Formationen folgten den Erwartungshaltungen vorrangig  deutscher Touristen, wurden mit Geldern aus dem Marschall Plan  finanziert und mit hohen Anteilen an Saisonarbeitskräften aus  Ostösterreich und dem vormaligen Jugoslawien betrieben. Die Einübung in  das Dienstleistungsgewerbe und der transnationale Kulturaustausch mögen  manche vermeintliche Fehlentwicklungen (vor allem auch aus dem  Blickwinkel des akademischen Architekturbetriebes) hervorgebracht haben,  sie haben aber auch maßgeblich zu jener radikal beschleunigten  „Modernisierung“ der Lebens- und Arbeitswelt in den Talschaften  beigetragen, die es ermöglicht, dass heute das über die Jahrzehnte  erarbeitete Know-how in der Errichtung, im Betrieb und in der  Choreographie der Erlebnislandschaften erfolgreich und weltweit  exportiert wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-831" title="alpin_parcours_010_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_010_380.jpg" alt="alpin_parcours_010_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Ziel der Lehrveranstaltung war es demnach, bei den Studierenden ein  gesteigertes Verständnis für die spezifischen Anforderungen zur Planung  oder Choreographie alpiner touristischer Erlebnislandschaften  herzustellen. Den Studierenden wurden Analyse- und Darstellungs-  Methoden vermittelt, die – im Gegensatz zur klassischen Gebäudellehre –   die Untersuchung von Gebäuden als Netzwerkknoten einer gesteigerten  Mobilitätserfahrung ermöglichen, die sowohl einen übergeordneten  makropolitischen (geographischen) Blickwinkel als auch dem lokalen  mikropolitischen (ethnografischen) Blickwinkel mit einbezieht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-833" title="alpin_parcours_011_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_011_380.jpg" alt="alpin_parcours_011_380" width="380" height="253" /></p>
<p><strong></strong>Die Lehrveranstaltung war in einen Input-Block mit Vorlesungen und kleinen Übungen zur Methodik und in einen seminaristischen Workshopblock der von eigenständigen Feldforschungen unterbrochen war gegliedert.</p>
<p>Im Workshopblock wurden die Ergebnisse der Recherchen gemeinsam in ein raumgreifendes Wegenetzmodell übersetzt: Am Beispiel einer real-fiktiven Tiroler Tourismusdestination in einem hochgelegenen Tal wurden die Mobilitätsstränge ausgewählter Akteure – die von Einheimischen, Dienstleistern und Touristen zurückgelegten Wege – rekonstruiert.</p>
<p>Grundsätzlich besteht das Modell aus zwei miteinander in Beziehung gesetzten Raum Ausschnitten: In der ‚Totale’ wurden aus dem Makroblickwinkel durch die gesamte Tallandschaft verlaufende Akteurswege nachgebaut (Anreise, Abreise, Bewegungen im Ort, auf der Piste, etc.). Auf der Mikroebene geben ‚Zooms’ die ebenso auf Akteurswegen basieren die Innen-Raumfolgen von typischen Gebäudetypologien (Hotel, Talstation, Mittelstation, Restaurant, Frühstückspension und Personalwohnhaus) wieder. Zudem zeigen einzelne an den Wegen befestigte Comic-Zeichnungen Szenen von Begegnungen der ausgewählten Akteure.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-829" title="alpin_parcours_007_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_007_380.jpg" alt="alpin_parcours_007_380" width="380" height="285" /></p>
<p><em>TeilnehmerInnen:<br />
Stefanie Budweiser | Christian Flatscher | Michael Gsell | Sören-Tormond Köplin | Florian Mangger | Martina Reiter</em></p>

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<p><em>Dank an:</em><em><br />
Irmgard Danzl und Andreas Pfanzelt vom Institut für Gestaltung, Studio 1 sowie an die GastkritikterInnen: </em><em> Wolfgang Andexlinger, </em><em>Anne Kockelkorn, </em><em>Paul Rösch, Andreas Rumpfhuber, Andrei Siclodi</em></p>
<p><em>Die Aluminiumrohre wurden von der Firma <a href="http://www.rowa-moser.at/">ROWA-MOSER</a> </em><em>freundlicherweise </em><em> kostenlos zur Verfügung gestellt.</em></p>
<p><em>Fotos: Michael Hieslmair/ Alexander Pfanzelt<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Crossing Rotterdam. Migrant Dependency</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2009/10/01/crossing-rotterdam/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2009/10/01/crossing-rotterdam/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 23:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte2]]></category>

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		<description><![CDATA[Crossing Rotterdam setzt sich mit der gegenwärtigen Tendenz zur Segregation des sozialräumlichen urbanen Gefüges auseinander. Nachbarschaften ziehen Gemeinschaften von Akteuren mit ähnlichen Interessen, häufig ausgestattet mit einem ähnlich hohen Einkommen an und neigen dazu die Stadt in ein Stückwerk aus „Inseln und Ghettos“ zu verwandeln. Aber genau dort wo sich räumliche Abgrenzungen und Inseln herausbilden steigt auch die Notwendigkeit diese zu überwinden und zu kreuzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-80" title="crossing_rotterdam_7_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_7_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_7_380" width="380" height="253" /></em></p>
<p><em>Ein dreidimensionales Mapping über Routen und Routinen von MigrantInnen</em></p>
<p>Crossing Rotterdam setzt sich mit der gegenwärtigen Tendenz zur Segregation des sozialräumlichen urbanen Gefüges auseinander. Nachbarschaften ziehen Gemeinschaften von Akteuren mit ähnlichen Interessen, häufig ausgestattet mit einem ähnlich hohen Einkommen an und neigen dazu die Stadt in ein Stückwerk aus „Inseln und Ghettos“ zu verwandeln. Aber genau dort wo sich räumliche Abgrenzungen und Inseln herausbilden steigt auch die Notwendigkeit diese zu überwinden und zu kreuzen. Gesteuert von täglichen Routinen pendeln die Akteure von einer Insel zur nächsten und gelangen so zu ihren Arbeitsplätzen, Schulen oder Freizeiteinrichtungen, um dort die von ihnen begehrten Lebensstandards zu konsumieren. Dabei gelingt es auch Akteuren aus sozial weiter unten angesiedelten Milieus die bspw. im Pflege-, im Transportbereich oder im Facility Service arbeiten die für sie ansonsten verschlossenen Territorien zu betreten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-77" title="crossing_rotterdam_4_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_4_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_4_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Bei Crossing Rotterdam stehen das „Erasmus MC Hospital“ im Norden und das „Erasmus MC Daniel den Hoed Hospital“ im Süden von Rotterdam als zwei wichtige Knotenpunkte für kulturellen Austausch im Mittelpunkt. Denn viele der dort tätigen Akteure weisen migrantischen Hintergrund auf, waren entweder am Umbau der Gebäude beteiligt oder im Pflegebereich sowie im Facility-Service tätig. In den beiden Krankenhäusern interagieren Akteure aus unterschiedlichen sozialen Milieus, Ärzte, Medizin-Studierende, Pfleger und Krankenschwestern, Patienten und deren Verwandte – pendeln von dort aus zu den sozialen Inseln der Stadt wo sie leben.</p>
<p>Die Installation zeigt ein dreidimensionales Mapping der täglichen Routen und Routinen von 6 ausgewählten Akteuren, die in den beiden Krankenhäusern Erasmus MC und MC Daniel den Hoed arbeiten und regelmäßig zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrer Wohnumgebung in Rotterdam pendeln. Zuhause treffen sie auf weitere 6 Akteure mit migrantischem Hintergrund von deren Service-Dienstleistungen sie abhängig sind. Über die in der Installation dargestellten Begegnungsorte und Wegenetze der Akteure erschließt sich ein weiterer Kreislauf von Routen und Routinen – setzt so die innerstädtische Care Drain Kette bis ins Unendliche fort.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-83" title="crossing_rotterdam_009_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_009_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_009_380" width="380" height="253" /></p>
<p><strong>Umsetzung</strong><br />
Die Installation ist im zentralen Ausstellungsraum des NAi situiert, in dem das Publikum in einem „offenen Forum“ in die Diskurse zum Thema der Ausstellung „Open City – Designing Coexistence“ eingeführt wird. Von den Ausstellungsarchitekten maxwan wurde diesem Forum eine streng gerasterte Struktur aus standardisierten Bürotischen verordnet, die gleichermaßen für die Möblierung der Cafeteria und des Buchladens, aber auch für Lesetische, als Sockel für Exponate, als Unterkonstruktion von Ausstellungs-Vitrinen und als Veranstaltungs-Bühne dienen sollen.</p>
<p>Wir haben diese Tische nicht als bloße Unterkonstruktion verwendet, indem wir etwa eine eigene Vitrine oder einen eigenen Sockel auf den Raster aufsetzten. Wir haben die Tische stattdessen bewusst aus dem vorgegebenen Raster gerückt und dann neu und versetzt zueinander postiert, sodass die Tischplatten selbst einem abstrahierten Ausschnitt aus dem Stadtplan von Rotterdam entsprechen. Zwei Gruppen aus je 4 unregelmäßig aneinander anschließenden Tischen gruppieren sich um eine a-symmetrische Leerstelle, die den Fluss Maas repräsentiert, der die Stadt Rotterdam in zwei Teile trennt. Zum besseren Verständnis aber auch zur Verstärkung des skulpturalen Aspektes der Arbeit haben wir die ehemaligen Hafenbecken der Maas in die Tischplatte eingeschnitten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-86" title="crossing_rotterdam_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_008_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_008_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Auf jeder dieser Tischgruppen befindet sich eine abstrakte Formation zusammengesetzter kubische Baukörper aus Acrylglas, die die jeweiligen Schwerpunktkrankenhäuser im Norden und Süden der Stadt repräsentieren. In jeder dieser Acrylglasobjekte schwebt ein abstrahiertes Wegemodell aus unbehandelten Kupferrohren mit rechtwinkeligen L-Verbindungen. Sie stellen die Wege eines Patienten im Krankenhaus dar. Diese Krankenhaus internen Netze überschneiden sich mit den Wegen jeweils 3-er anderer Akteure, die die Patienten umsorgen: mit jenen einer Ärztin, eines Ambulanzfahrers und einer Krankenschwester, das andere Mal mit jenen eines Hilfskochs, eines Mitarbeiters des Facility Service und einer Sekretärin am Anmeldungsschalter. Deren Wege, in gelber Signalfarbe lackierte Kupfersrohre, führen nun auch aus dem Krankenhaus hinaus durch den abstrahierten Stadtplan bis zu jenem Quartier, in dem sich ihre jeweiligen Wohnungen befinden. In den Wohnungen oder auf dem Weg dorthin begegnen nun alle sechs jeweils einer weiteren Person, von der sie selbst gewissermaßen abhängig sind: einem Kindermädchen, der eigenen Mutter und einem 24h Kiosk Betreiber bzw. einem Markthändler, einem Fußballplatzwart und einer Kindergärtnerin.</p>
<p>Auch auf dieser sekundären Dienstleistungsebene entwickeln sich jeweils Wegenetze durch die Stadt. Im Gegensatz zur ersten Dienstleistungsebene sind hier die lackierten Rohre etwas schmäler und die aufgesetzten Namens- und Berufsbezeichnungen in kleinerer Schriftgröße ausgeführt. Auch der Abstand des Wegenetzwerks zur Tischplatte ist geringer gehalten. Für alle Wege gilt: Bewegen sich die Akteure auf Straßenniveau, verlaufen die Wege über der Tisch-Platte, fahren sie mit der U-Bahn, dann verlaufen sie unter der Tischplatte.</p>
<p>Dort, wo sich jeweils die 2 Akteure der beiden Dienstleistungsebenen begegnen, werden diese Begegnungsräume durch kleine Acrylglaskuben markiert und diese Begegnungen mithilfe einer direkt auf die Rückseite aufgebrachten Hand-Zeichnung illustriert. In unmittelbarer Nähe zu diesen Kuben befinden sich jeweils 2 Kopfhörer über die in neutraler Nachrichtensprecherstimme die täglichen Wege und Begegnungen der Akteure protokollarisch nacherzählt werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-85" title="crossing_rotterdam_012_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_012_3801.jpg" alt="crossing_rotterdam_012_380" width="380" height="317" /></p>
<p>Formal orientieren sich die Art der Anordnung der Tische an Guy Debords Skizze der „Naked City“ und an den schwebenden Wegenetzen jener über den Städten schwebenden oder sie durchdringenden Megakonstruktionen, die in den Stadt-Utopien der 1960er Jahre populär wurden (Friedman, Constant usf.). Sie zeigen hier allerdings weder psychogeographischen Wanderungen noch Visionen oder Utopien, sie zeigen schlichtweg den Alltag von sozialen Akteuren in einem der wichtigsten Dienstleistungssektoren der Großstadt. Das die Stadt durchziehende System aus Heizungsrohren repräsentiert nicht nur einen Ausschnitt der technischen sondern vielmehr einen Ausschnitt der sozialen Infrastruktur der Stadt, in dem eine Vielzahl an Akteuren mit migrantischem Hintergrund tätig sind.</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/04 Ester.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Ester.mp3)</a><br />
Ester van der G., 42, Emergency Physician – Voice: Anne Gridley<br />
Car: Erasmus Medical Center – Mansion in the Princess Juliana-Laan in Kralingen</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/08 Dana.mp3">Audio-Datei herunterladen (08 Dana.mp3)</a><br />
Dana M., 20, Nanny – Voice: Kathy Tanner<br />
Bike: Mansion in the Princess Juliana-Laan in Kralingen – Nursery School – Universitycampus</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/02 Fareisa.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Fareisa.mp3)</a><br />
Fareisa J., 22, Hospital Nurse – Voice: Sibyl Kempson<br />
Bike: Erasmus Medical Center – Apartment in the Middellandstraat</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/03 Ranomi.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Ranomi.mp3)</a><br />
Ranomi J., 48, Cleaning Service – Voice: Anne Gridley<br />
Walk: Aparment Middellandstraat – law firms offices on the Heemraadssingel</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/06 Fatih.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Fatih.mp3)</a><br />
Fatih E., 28, Ambulance Driver – Voice: Robert Johanson<br />
Ambulance, Subway: Erasmus Medical Center – Ambulance Station – Apartment in Delfshaven</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/12 Tugay.mp3">Audio-Datei herunterladen (12 Tugay.mp3)</a><br />
Tugay S., 29, Manager of a 24-hour Food Stand – Voice: Michael Smulik<br />
Car: 24-hour food stand near the Delfshaven subway station – Nieuwe Binnenweg</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/05 Haidy.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Haidy.mp3)</a><br />
Haidy G., 40, Market Tradesman – Voice: Robert Johanson<br />
Van: Central market in Barendrecht – Afrikaandermarkt – Centrum Markt in the city centre</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/09 Romano.mp3">Audio-Datei herunterladen (09 Romano.mp3)</a><br />
Romano B., 35, Assistant Cook – Voice: Tim Sharp<br />
Subway: Daniel de Houd Hospital in Rotterdam Zuid – Afrikaanderplein at his cousin’s grocery store – family flat on the fifth floor of a housing block on Martinus Steijnstraat</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/10 Jerome.mp3">Audio-Datei herunterladen (10 Jerome.mp3)</a><br />
Jerome S., 28, Groundskeeper (Sports Facility) – Voice: Tim Sharp<br />
Walk: Oldegaarde sports-facility</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/11 Mahmud.mp3">Audio-Datei herunterladen (11 Mahmud.mp3)</a><br />
Mahmud H., 25, Facilities Manager – Voice: Michael Smulik<br />
Van, bus, walk: Daniel de Houd Hospital in Rotterdam Zuid – housing development on Akkermanstraat in Charlois – Oldegaarde sports club</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/07 Maike.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Maike.mp3)</a><br />
Maike Chin A., 32, Reception Desk Secretary – Voice: Kathy Tanner<br />
Bike: Daniel de Houd Hospital in Rotterdam Zuid – nursery school nearby Slingen station – apartment in a high-rise subsidized housing tenement</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/01 Sandra.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Sandra.mp3)</a><br />
Sandra D., 28, Nursery School Teacher – Voice: Sibyl Kempson<br />
Subway: nursery school near the Slingen subway station – bar at the Witte de Wit Straat – theme restaurants around the Beurs – small apartment at the Zuidplein</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-245" title="crossing_rotterdam_scetch_001_380_1" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_scetch_001_380_1.jpg" alt="crossing_rotterdam_scetch_001_380_1" width="380" height="559" /><strong><em><strong> </strong></em></strong></p>
<p><strong><em><strong> </strong></em></strong><em><br />
Unterstützung bei der Recherche: Hyeri Park<br />
Scripts der Audiospuren: Michael Zinganel und Michael Hieslmair<br />
Englische Übersetzung der Audiospuren: Chris Michalski<br />
Stimmen: Anne Gridley, Robert Johanson, Sibyl Kempson, Tim Sharp, Michael Smulik und Kathy Tanner<br />
Fotos: Hieslmair/ Zinganel</em></p>
<p><em>Unterstützt durch: BMUKK Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Kulturabteilung des Landes Steirermark</em></p>
<p><em><a href="http://iabr.nl/NL/open_city/" target="_blank">4. Internationale Architekturbiennale Rotterdam (IABR)</a><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Remix Alpin. Ein Work in Progress zur Koproduktion von touristischen Erlebnislandschaften</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2009/07/30/remix-alpin/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2009/07/30/remix-alpin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 23:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte2]]></category>

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		<description><![CDATA[In typischen alpinen Erlebnislandschaften fallen in der Regel an drei topografischen Schwerpunkten terminalartige Bebauungen ins Auge: Am Tal-Eingang mit Tankstelle, Souvenir-Shop, Super-Markt, Großdisko und Brücke, die den Fluss überquert, im Ortszentrum mit Talstation, Parkhaus, Schiverleih, Schirmbar, Hotels, Restaurants, Nachtklubs und eine Gastro- und Sondereventzone auf der Mittelstation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-68" title="remix_alpin_4_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_4_380.jpg" alt="remix_alpin_4_380" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Sozialräumliche Modell- und Audioinstallation<br />
perfomIC, <a href=" http://buchsenhausen.at/" target="_blank">Künstlerhaus Büchsenhausen</a>, Innsbruck<br />
Juni/ Juli 2009<a href="http://buchsenhausen.at/" target="_blank"></a></em></p>
<p>In typischen alpinen Erlebnislandschaften fallen in der Regel an drei topografischen Schwerpunkten terminalartige Bebauungen ins Auge: Am Tal-Eingang mit Tankstelle, Souvenir-Shop, Super-Markt, Großdisko und Brücke, die den Fluss überquert, im Ortszentrum mit Talstation, Parkhaus, Schiverleih, Schirmbar, Hotels, Restaurants, Nachtklubs und eine Gastro- und Sondereventzone auf der Mittelstation.<br />
Den Schwerpunkt dieser Analyse bilden die hybriden Akteurskonstellationen (und hybride Zielgruppen), die ebenso hybride Zeichensysteme und Kulturen hervorbringen. Über transnationale Akteursnetzwerke findet fortdauernd eine Vielzahl an Themen und deren Inszenierung ihren Weg in die Tiroler Talschaften.<br />
Folklore meint den Besuchern Versatzstücke aus unterschiedlichen Populärkulturen (einschließlich der Popularisierung ehemaliger Hochkulturen) anzubieten, die von einer improvisationsreichen Bricollage der Bau- und Inszenierungstechniken (innen wie außen) gekennzeichnet sind. Dabei zentral ist die Auswechselbarkeit der Themen, der Zeichensysteme und der Dienstleistungsangebote, die entsprechend der wandelnden Nachfrage ausgetauscht werden. Demnach befinden sich sowohl die ‚festen’ baulichen Hüllen, als auch die temporären Event-Architekturen in einem kontinuierlichen Prozess des Umbaus und des Transitorischen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-780" title="remix_alpin_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/07/remix_alpin_005_380.jpg" alt="remix_alpin_005_380" width="380" height="253" /></p>
<p><strong>Struktur der Installation</strong><br />
Ein begehbares Landschaftsmodell in Form einer engen U-förmigen Event-Tribüne bildet die abstrahierte räumliche Struktur einer alpinen Tallandschaft. Auf drei verschiedenen Höhenstufen der Tribünenlandschaft sind signifikante Schnittmodellen der für die Erzählung zentralen Bauwerken eingesetzt (Souvenir-Shop, Disko, Hotel, Parkhaus, Seilbahnstationen usw.). Jeder Modellgruppe sind 3 bis 4 Hörstationen zugeordnet, die in kurzen Audiospuren die Beteiligung der Akteure an der Errichtung, Adaption und Bespielung der Erlebnisarchitekturen beschreiben (Verkäuferin im Souvenirshop, Diskobetreiber, Hotelierfamilie, Bauleiter, Wellness-Berater, Snowboard-Eventveranstalter usw.) In die Tribünenlandschaft eingelegte Wegenetze markieren die Kreuzungspunkte der Akteure im Tal und verbinden sie mit den Vorbild-Regionen ihrer Inszenierungen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-66" title="remix_alpin_1_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_1_380.jpg" alt="remix_alpin_1_380" width="380" height="507" /></p>
<p><strong> Tonspuren zu folgenden Akteuren</strong></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/01 Inga L.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Inga L.mp3)</a><br />
Inga L. (47) Souvernirshop-Betreiberin<br />
Tianjin/ San Franzisco/ Los Angeles/ Uppsala/ Salzburg</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/02 Herbert K.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Herbert K.mp3)</a><br />
Herbert K. (43) Eventgastronom<br />
Ibiza/ Goa/ St. Tropez/ Wien/ München/ Moskau/ Kitzbühl</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/03 Markus F.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Markus F.mp3)</a><br />
Markus F. (29) Juniorchef Hotel Elisabeth<br />
Napa Valley / Grindelwald/ Groningen/ Nizza</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/04 Milo K.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Milo K.mp3)</a><br />
Milo K. (29) Wellness-Berater und Außendienstmitarbeiter<br />
Rijeka/ Schwäbisch Hall/ Hopfgarten/ Dubai/ Zürich</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/05 Thomas D.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Thomas D.mp3)</a><br />
Thomas D. (36) Ex-Profi-Snowboarder<br />
Calgary/ Nassfeld/ Whistler Mountain/ Madonna di Campiglio</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-62" title="remix_alpin_7_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_7_380.jpg" alt="remix_alpin_7_380" width="380" height="380" /></p>
<p><em>Sprecherin Audiospuren: Claudia Kasebacher<br />
Schnitt Audiospuren: Tamar Tembeck<br />
Fotos: Andrei Siclodi | Julia Obenaus | Michael Hieslmair</em></p>
<p><img title="remix_alpin_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_008_380.jpg" alt="remix_alpin_008_380" width="380" height="538" /></p>
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		<title>Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 23:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte3]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt Crossing Munich zeigt München als Einwanderungsstadt seit 1955 – dem Jahr, in dem die Bundesrepublik das erste Anwerbeabkommen für „Gastarbeiter“ mit Italien unterschrieben hat. Grenzüberschreitend verschmelzen Positionen aus Wissenschaft und Kunst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_170" class="wp-caption alignnone" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-170" title="crossing_munich_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_munich_005_380.jpg" alt="crossing_munich_005_380" width="380" height="256" /><p class="wp-caption-text">Foto: Jörg Koopmann</p></div>
<p><em>Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Kulturreferats der Landeshauptstadt München in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie, dem Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie und dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität.<br />
Rathausgalerie München, 10. Juli bis 15. September 2009<a href="http://crossingmunich.org" target="_blank"><br />
</a><a href="http://crossingmunich.org/" target="_blank">http://crossingmunich.org/</a></em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-478" title="crossing_munich_grundriss_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/07/crossing_munich_grundriss_380.jpg" alt="crossing_munich_grundriss_380" width="380" height="301" /></p>
<p><strong>Migration Ausstellen – Wege interdisziplinärer Kooperationen</strong><br />
Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Crossing Munich“ zeigt München als Einwanderungsstadt seit 1955 – dem Jahr, in dem die Bundesrepublik Deutschland das erste Anwerbeabkommen für „Gastarbeiter“ mit Italien unterschrieben hat. In der öffentlichen Wahrnehmung ist München als drittgrößte Einwanderungsstadt Deutschlands kaum bekannt, im historischen Gedächtnis der Migranten und Migrantinnen jedoch nimmt München einen besonderen Platz ein. Hier, am Gleis 11 des Hauptbahnhofs, hielt ein Großteil der Sonderzüge, mit denen die Bundesanstalt für Arbeit die angeworbenen „GastarbeiterInnen“ transportieren ließ. So prägen Erinnerungen über die ersten Nächte im Bunker unter der Erde des Hauptbahnhofs, der als zentrale Anlaufstelle für die Ankommenden ausgebaut wurde, auch zahlreiche Familienbiografien von MigrantInnen in Deutschland. Doch die MigrantInnen blieben nicht unter der Erde oder in den ihnen zugedachten „Wohnheimen“ am Rande der Stadt, viel mehr eigneten sie sich Stück um Stück ihre (zweite) Heimat an.</p>
<div id="attachment_172" class="wp-caption alignnone" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-172" title="crossing_munich_011_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_munich_011_380.jpg" alt="crossing_munich_011_380" width="380" height="253" /><p class="wp-caption-text">Foto: Jörg Koopmann</p></div>
<p>„Crossing Munich“ zeigt München als eine durch Migration geprägte Stadt. Das Projekt erkundet Geschichte und Gegenwart der Migration in München – jenseits gängiger Debatten um „Integration“ und „Ethnizität“ in der gegenwärtigen öffentlichen Diskussion, sowie jenseits gängiger Wahrnehmungsweisen von Migration als Bedrohung oder als Bereicherung. Vielmehr erzählen die einzelnen Installationen der Ausstellung „Crossing Munich“ kleine und größere Geschichten von migrantischen Lebensrealitäten, Mobilitätspraktiken, transnationalen Ökonomien und Protesten. Sie erzählen aber auch, wie verschiedene politische und wohlfahrtsstaatliche Institutionen die Bewegungen der Migration über die Jahrzehnte zu steuern, zu stoppen, zu verwalten und zu managen, wie auch zu nutzen und als multikultureller Standortfaktor ins Stadtmarketing zu integrieren versuchen.</p>
<p>Die Ausstellungsarbeiten beruhen dabei auf einmaligen kooperativen Prozessen zwischen 25 ForscherInnen der Ludwig-Maximilians-Universität München und 16 KünstlerInnen aus München, Wien und Zürich. Die Studierenden und DoktorantInnen haben sich drei Semester lang mit aktuellen migrantionswissenschaftlichen Debatten auseinander gesetzt, haben unter wissenschaftlicher Beratung eigene Forschungsprojekte entwickelt und sind hierfür in Archive und ins „Feld“ gegangen. Die hieraus entstandenen Einzelprojekte haben die ForscherInnen an verschiedene Orte, Szenen und Milieus der Münchner Stadtgesellschaft geführt, aber auch nach Istanbul, in den Kosovo oder nach Antwerpen.</p>
<div id="attachment_174" class="wp-caption alignnone" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-174" title="crossing_munich_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_munich_008_380.jpg" alt="Foto: Jörg Koomann" width="380" height="253" /><p class="wp-caption-text">Foto: Jörg Koomann</p></div>
<p><em>Zur Struktur der Ausstellung</em><br />
Um die Spezifik des Forschungsprozesses und seiner künstlerischen Umsetzung von „Crossing Munich” auch in der Ausstellung selbst offen zu legen, wurden von den Gestaltern Michael Zinganel und Michael Hieslmair folgende Überlegungen zur Anordnung und Architektur der Ausstellungsprojekte angestellt:</p>
<p>Die Ausstellungsgestaltung reagiert auf die spezifische, nahezu sakrale Architektur der ehemaligen Kassenhalle des Münchner Rathauses: die axialsymmetrische Anordnung aus einem hohen, glasüberdachten Hauptschiff und niedrigeren Seitenschiffen wird durch abstrakte Kuben in intimere aber miteinander in Blickbeziehung bleibende Raumfolgen strukturiert.</p>
<p>Am Ende der Halle wird, formal den Bahnsteigen eines Kopfbahnhofes nachgestellt, eine Plattform errichtet, die eine Referenz an die Bahnhofshalle als historischem Ankunftsort von MigrantInnen darstellt. Der Raum erhält durch den bestehenden Spring-Brunnen den Charakter eines öffentlichen Platzes, um den dann auch jene Arbeiten angelagert werden, die sich mit öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten von MigrantInnen oder mit der politischen Regulation von Migration beschäftigen. In den Seitenschiffen hingegen werden jene Arbeiten platziert, die Aktivitäten untersuchen, die in weniger sichtbaren, informellen bis hin zu privaten Rahmenbedingungen stattfinden.</p>
<p>Zudem werden durch die Strukturierung der Displays in drei „Ebenen“ die spezifische Akteurskonstellation und (Co-)Produktionsweise der Ausstellungsbeiträge durch ForscherInnenteams aus Studierenden, KünstlerInnen und der Projektleitung noch einmal in Erinnerung gerufen:</p>
<ul>
<li>die ethnologischen und historischen Recherchematerialien in Transportcontainern am Bahnsteig und als schwarz-weiße Wandtapeten an den bestehenden Außenwänden fokussieren die Subjekt-Objekt-Beziehung im Forschungsverlauf;</li>
</ul>
<ul>
<li>die künstlerisch angeleiteten, gemeinsam erarbeiteten Übersetzungen dieser Recherchen und ihre Inszenierungen als Installationen frei im Raum oder gerahmt vor den bestehenden Außenwänden;</li>
</ul>
<ul>
<li>der makropolitische Zusammenhang wird über die reflexiven, kuratorischen Meta-Interventionen, das sind Texte zu den zentralen Themeninseln sowie eine fiktive Werbekampagne des City Marketings, auf den frei im Raum stehenden Kuben hergestellt; dafür werden Bilder aus den Recherchen der Ausstellungsprojekte zum Migrationsdiskurs sich angeeignet und umgedeutet.</li>
</ul>
<p><strong>Munich Loves You (&#8230;) All and Everywhere</strong><br />
4-teilige Posterserie als Teil einer fiktiven Stadtmarketing-Kampagne<br />
Laserplots, A0</p>

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	<!-- Thumbnails -->
		
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<p><em>Konzept und Collage: Michael Hieslmair | Michael Zinganel<br />
Fotos Orte: <a href="http://joergkoopmann.com/" target="_blank">Jörg Koopmann</a><br />
Fotos Projektbeteiligte: <a href="http://hengleinsteets.de/" target="_blank">David Steets</a></em></p>
<p>Die vier Sujets beziehen sich inhaltlich auf die Überbegriffe der Themeninseln in der Ausstellung (Stadtbilder – Stadtträume / urbane Politiken / Kulturproduktionen und -konstruktionen / Transnationale Ökonomien). Sie sind als Teil einer fiktiven Stadtmarketing-Kampagne angelegt. In der Ausstellung waren die Poster analog zu Plakaten im Stadtraum an mehreren Stellen und in unterschiedlicher Höhe angebracht. Konzeptionell orientiert sich der Bildaufbau der Collagen an der aktuellen Image-Kampagne der Stadt München, wobei über schwarz-weiß Kopien der offiziellen Logos eine direkte Verbindung hergestellt wird.<br />
In der offiziellen Kampagne wurden laut Selbstbeschreibung die Fotos „an besonderen Orten inszeniert und aufgenommen“. „So entstand das Motiv für die Fußballhochburg München auf dem Dach der Allianz Arena, das Biergartenmotiv im Schatten des ältesten Baumes im Nymphenburger Schlosspark und das Motiv für das unbeschwerte Münchner Lebensgefühl am Pool des Mandarin Oriental Hotels über den Dächern der Altstadt.“<br />
In Anlehnung daran zeigt die fiktive Kampagne eine Auswahl an Orten, die in der kollektiven Wahrnehmung der StadtbewohnerInnen häufig als problematisch bezeichnet oder als von Konflikten geprägt gelten. Eine Ebene darüber liegen mittels Collage-Technik inszenierte Fotos von am Projekt beteiligten ForscherInnen, die jene zukünftigen Bildungs-Eliten repräsentieren, die jedes Stadtmarketing anzuwerben versucht.</p>
<p>Die Aufnahmen der Orte stammen von Jörg Koopmann, der seit mehreren Jahren mit seiner Kamera durch Münchner Quartiere streift. Die inszenierten Fotos der ForscherInnen entstanden bei einem Fotoshooting mit David Steets. Deutlich übertrieben und in Kontrast zum Bildhintergrund haben sich dabei die ForscherInnen als besonders hip und urban dargestellt und unbeschwert in Pose geworfen.<br />
Die zweiteiligen Slogans unterstreichen Münchens Selbstdarstellung als „weltoffene“ und „tolerante“ Stadt, und setzen diese mit den vier Themenschwerpunkten von Crossing Munich in Verbindung – ganz so als hätte die fiktive Image-Kampagne die Wahrnehmung der problematisierten Orte schon längst ins Positive gewendet. Dazu trägt auch die kritische Ausstellung selbst – ob gewollt oder ungewollt – bei, die von der Stadt München beauftragt und finanziert wurde.</p>
<p><em>Zum Projekt ist im Silke Schreiber Verlag ein Katalog erschienen:</em><em><br />
Crossing Munich. Beiträge zur Migration aus Kunst, Wissenschaft und Aktivismus<br />
Natalie Bayer, Andrea Engl, Sabine Hess, Johannes Moser (Hrsg.)<br />
München 2009, 208 Seiten, 55 Farbabbildungen, 30 Graustufenabbildungen<br />
ISBN-13 978-3-88960-108-7<br />
erschienen im Silke Schreiber Verlag, München 2009<br />
<a href="http://crossingmunich.org/katalog.html" target="_blank">http://crossingmunich.org/katalog.html</a></em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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