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	<title>Michael Hieslmair</title>
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		<item>
		<title>Driveway Transit Exit. Alltag im Labyrinth</title>
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		<comments>http://hieslmair.him.at/2010/06/06/a40-driveway/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 21:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptseite]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte2]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Wegenetz- und Audioinstallationen zu Migration und Mobilität auf der Shell-Station „Wattenscheid“ an der A40 von Bochum in Fahrt-Richtung Essen und in der angrenzenden Kleingartenanlage „Am Dückerweg“ e.V.<br />
<br />
Geöffnet ab Samstag, 12. Juni 2010 ab 14 Uhr (mit Grill)
Ausstellungsdauer: bis Sonntag 8. August 2010<br />
<br />
Künstlerführung: Sonntag, 13. Juni um 11 Uhr
Samstag, 7. August 2010 um 16 Uhr
anschließend Abschlussfest im Kleingarten
Treffpunkt bei der Installation auf der Shell-Raststätte „Wattenscheid“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-986" title="driveway_010_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_010_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Geöffnet ab Samstag, 12. Juni 2010 ab 14 Uhr (mit Grill)<br />
Offizielle Eröffnung siehe: <a href="http://www.B1A40.de">B1|A40 Die Schönheit der großen Strasse</a><br />
Ausstellungsdauer: bis Sonntag 8. August 2010</p>
<p><em> </em></p>
<p>Künstlerführung: Sonntag, 13. Juni um 11 Uhr<br />
Samstag, 7. August 2010 um 16 Uhr<br />
anschließend Abschlussfest im Kleingarten<br />
Treffpunkt bei der Installation auf der Shell-Raststätte „Wattenscheid“</p>
<p>Kontakt: Michael Hieslmair<br />
mail: hies@him.at<br />
mobil: +43.699.12358298</p>
<p>Navigationshilfen zur Anfahrt:<br />
siehe den Eintrag in <a href="http://maps.google.at/maps/ms?hl=de&amp;ie=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=108204548455262155317.0004885ca26dbee6afffa&amp;ll=51.476298,7.153183&amp;spn=0.003495,0.007886&amp;t=h&amp;z=17  " target="_blank">Google Maps</a></p>
<p><em>Anfahrt</em><br />
Autobahn: A40 Fahrt-Richtung Essen Ausfahrt Shell-Station Eggers GmbH<br />
Vietingstrasse 50<br />
D-44867 Bochum-Wattenscheid</p>
<p>Bundesstrasse aus Bochum oder Wattenscheid: Bochumerstrasse, Abzweigung Vietingstraße</p>
<p>mit Öffentlichen Verkehrsmitteln:<br />
Straßenbahn aus Bochum oder Wattenscheid: Linie 302, Station Vietingstrasse<br />
S-Bahn/ Deutsche Bahn: zu Fuß vom Bhf. Wattenscheid</p>
<p><em><strong><span style="font-style: normal;">DRIVEWAY TRANSIT EXIT – Alltag im Labyrinth</span></strong><br />
Zwei Wegenetz- und Audioinstallationen zu Migration und Mobilität auf der Shell-Station „Wattenscheid“ an der A40 von Bochum in Fahrt-Richtung Essen und in der angrenzenden Kleingartenanlage „Am Dückerweg“ e.V.</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-988" title="driveway_012_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_012_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Tankstellen-Urbanismus<br />
<span style="font-style: normal;">Im Netzwerk des globalen Waren- und Güterverkehrs nimmt das Ruhrgebiet seit jeher eine zentrale Stellung ein. Das Labyrinth an Autobahnen bestimmt und vernetzt den äußerst dicht besiedelten polyzentrischen, urbanen Großraum. War das dichte Netz aus Verkehrswegen in der Nachkriegszeit noch ganz nach dem modernistischen Diktum der Funktionstrennung angelegt worden, so begannen sich spätestens seit den Wirtschaftswunder-Jahren die räumlichen Nutzungszuschreibungen immer mehr zu mischen und zu überlagern. Während die industrielle Produktion sukzessive in den Hintergrund gedrängt wird steigt parallel dazu der Bedarf an Distributions- und Logistikzentren an. Daher stellt dieses Labyrinth die alltägliche Arbeits- und Lebenswelt von Pendlern und Berufsfahrern dar, für die sich Autobahnraststätten und Tankstellen immer mehr zum Ersatz für soziale Knotenpunkte und Nahversorgungszentren entwickeln. Selbst für die angrenzende Schrebergartenanlage hat die  Tankstelle als rund um die Uhr geöffneter Gemischtwaren-Laden eine wichtige Funktion.</span></em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-991" title="driveway_009_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_009_3801.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p>Der Fokus der Arbeit lag daher zuerst auf der Raststätte Wattenscheid als transnationalem Kreuzungspunkt, an dem Haltepunkt sich anhand von ausgewählten Akteuren und den von ihnen zurückgelegten Wege Rückschlüsse auf globale Transformationsprozesse und den regionalen Strukturwandel ziehen lassen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1002" title="driveway_024_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_024_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Internationale Kleingarten-Gemeinschaft</em><br />
Bei den Vorrecherchen fiel die unmittelbar an die Raststätte angrenzende Kleingarten-Anlage auf, deren Flaggen über die Lärmschutzwand ragen und von der Autobahn aus sichtbar sind. Diese Flaggen zeigen keineswegs ein homogenes Bild, z.B. ausschließlich aus Flaggen der Kleingartenbewegung, Deutschen National Flaggen und Flaggen des bedeutendsten Fußballvereins (Schalke 04), wie das zu erwarten wären – hier finden sich stattdessen Flaggen verschiedenster Bundesländer und Nationen, die auf die unterschiedliche Herkunft der Kleingärtner und Gärtnerinnen verweisen: In diesen Flaggen bilden sich demnach Migrationsgeschichten des Ruhrgebietes ab, u. a. von Gastarbeitern der ersten Generation, die in ihrer Pension ein Stück deutschen Kleingartens erobert haben, oder von jüngeren Zuwanderern, die erfolgreich in einen Kleingarten einheirateten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-990" title="driveway_026_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_026_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Platzwechsel</em><br />
Die Ergebnisse der parallel durchgeführten Recherchen zum transnationalen Knotenpunkt Autobahntankstelle sowie zum lokalen Freizeitparadies mit Migrationshintergrund werden in zwei unterschiedliche dreidimensionale Wegenetz- und Audioinstallationen übersetzt. Die Platzierung der beiden Netzwerke erfolgt dabei am jeweils anderen Ort: Auf dem Parkplatz der Raststätte werden die Migrationswege der Kleingärtner nachgestellt, in zwei benachbarten Kleingärten jenseits der Lärmschutzwand das Netzwerk typischer Stammkunden der Autobahntankstelle an der A40.</p>
<p><em><strong>Standort Parkplatz der Raststätte<br />
<span style="font-weight: normal;">Genaue Ortsangaben (siehe oben)</span></strong><br />
<span style="font-style: normal;">Die Recherchen über 8 Akteure aus der Kleingartensiedlung werden in einer Wegenetz-Installation und über Hörstationen präsentiert. Jedem der Akteure ist in horizontaler Ebene die stark abstrahiert „Spur“ seiner geographischen Migrationsgeschichte – von Ausgangspunkt seiner Reise bis in den Kleingartenparzelle – zugeordnet. Die Spur besteht aus miteinander verbundenen über dem Boden schwebenden lackierten Holzbalken, auf denen Name des Herkunftsortes angebracht.</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><img class="alignnone size-full wp-image-992" title="driveway_014_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_014_3801.jpg" alt="" width="380" height="253" /></span></em></p>
<p>Die 8 Wege laufen auf einen gemeinsamen Kreuzungspunkt zu, der mit 8 Hochbeeten einen fiktiven Ausschnitt der Kleingartenanlage markiert. Im Bereich der Hochbeete knicken die Wege rechtwinkelig nach oben, so dass sie gemeinsam die Umriss-Linie einer archetypischen Hausform bilden, in die die Nationalflaggen der Herkunftsnationen eingehängt sind. Jedes Hochbeet ist einem Akteur zugeordnet, dieses wird in Absprache entsprechend seiner/ihrer Vorlieben bepflanzt. Gleichzeitig ist in jedes Hochbeet ein Lautsprecher eingebaut. An diesen Hörstationen können die Besucher vor Sonneneinstrahlung geschützt auf den Holzrosten Platz nehmen und den von NachrichtensprecherInnen wie Verkehrsmeldungen gesprochenen Audiospuren von individuellen Migrationsgeschichten zuhören.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-993" title="driveway_015_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_015_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Tonspuren – Wegenetz am Parkplatz der Raststätte</em></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/01 Laialni.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Laialni.mp3)</a><br />
Lailani 72., Rentnerin<br />
&#8220;Lailani kam 1970 mit bereits 32 Jahren im Rahmen eines Anwerbe-Programms für Krankenschwestern und Pflegepersonal aus dem 10.553 km entfernten Manila<strong> </strong>nach Deutschland. Zuvor besuchte sie auf den Philippinen an einer privaten Schule &#8230;&#8221;</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/02 Wolfgang.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Wolfgang.mp3)</a><br />
Wolfgang 62., Rentner<br />
&#8220;Wolfgang ist 1948 in Deutschland geboren, er wuchs in Munscheid auf, nur 8 km vom Kleingartenverein entfernt. Mit 14 Jahren begann eine Lehre &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/03 Jamal.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Jamal.mp3)</a><br />
Jamal 36., Kontrolleur<br />
&#8220;Jamal kam am 18. November 1986 im Alter von 12 Jahren mit seiner Mutter und sechs Geschwistern aus dem 2.316 KM entfernten MEKNÈS<strong> </strong>nach Düsseldorf. Sein Vater, ein gelernter Mauer, lebte dort bereits seit Jahren, nachdem er in den 1970er Jahren in Marokko &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/04 Miguel.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Miguel.mp3)</a><br />
Miguel 64., Rentner<br />
&#8220;Miguel kam 1971 aus Vigo, einer 2.112 km von der Gartenanlage entfernten<strong> </strong>Hafen- und Industriestadt im äußersten Nordwesten Spaniens nach Deutschland. Aufgrund eines Arbeitsabkommens zwischen der Franco Diktatur und Deutschland warben &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-998" title="driveway_034_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_034_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/05 Joep.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Joep.mp3)</a><br />
Joep 60., Rentner<br />
&#8220;Joep kam über Christian, einen deutschen Freund, im März 1990 im Alter von 50 Jahren nach Wattenscheid. Die beiden hatten sich in den Niederlanden kennengelernt,&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/06 Ayse.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Ayse.mp3)</a><br />
Ayse 63., Rentnerin<br />
&#8220;Ayse kam am 5. Oktober 1972 mit 25 Jahren erstmals nach Deutschland. Ihr Ehemann konnte sich noch im Rahmen des Anwerbeabkommen bei deutschen Behörden in der Türkei bewerben bevor &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/07 Dunja.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Dunja.mp3)</a><br />
Dunja 52., Reinigungskraft<br />
&#8220;Dunja kam am 27. Juni 1979 aus dem 1.313  km entfernten Banja Luka nach Deutschland, einer mittelgroßen Stadt im ehemaligen Jugoslawien. Banja Luka liegt in Bosnien Herzegowina und ist die Hauptstadt der neuen von Serben dominierten Republika Srpska,&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_kleingarten/08 Bozena.mp3">Audio-Datei herunterladen (08 Bozena.mp3)</a><br />
Bozena 42., Altenpflegerin<br />
&#8220;Bozena kam am Donnerstag, den 23. März 1989 im Alter von 21 Jahren nach Deutschland. Sie ist in Zabrze bzw. auf Deutsch „Hindenburg“ aufgewachsen,&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><em><strong>Standort Kleingartenanlage<br />
<span style="font-weight: normal;">Genaue Ortsangaben (siehe oben)</span></strong><br />
<span style="font-style: normal;">Die an der Autobahntankstelle durchgeführten Recherchen werden in eine zweite mit Hörstationen ausgestattete Wegenetz-Installtion übersetzt. Die Wege der 12 Akteure erstrecken sich dabei über mehrere Kleingarten-Parzellen. Die &#8220;Spur&#8221; jedes Akteurs kennzeichnet den zurückgelegten Weg in Abhängigkeit zur Autobahntankstelle.</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><img class="alignnone size-full wp-image-994" title="driveway_028_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_028_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></span></em></p>
<p>Die Wege bestehen aus blanken Aluminiumrohren, die sich teils gebogen entlang von Zäunen, Gartenlauben, durch Hecken, usw. schlängeln. Am Ende der Wege sind die Herkunfts- und Zieldestinationen der Akteure in Form von Schriftzügen angebracht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-995" title="driveway_017_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_017_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Tonspuren – Wegenetz in der Kleingartenanlage</em></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/01 Ann.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Ann.mp3)</a><br />
Ann E. 34., Tankstellenpächterin<br />
Wetter/ Ruhr – Tankstelle – Wetter/ Ruhr<br />
&#8220;Ann E. fährt jeden Tag um 5 Uhr morgens mit ihrem dunkelblauen VW Golf in der Kaiserstrasse am nördlichen Stadtrand von Wetter an der Ruhr los. Das Wohnhaus der Familie liegt &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/02 Heinrich.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Heinrich.mp3)</a><br />
Heinrich F. 52., Fahrer LKW mit Kühlaufbau<br />
Essen – Nordhorn – Coesfeld – Ahaus – Tankstelle – Essen<br />
&#8220;Heinrich F. fährt jeden Tag um halb 3 Uhr früh mit seinem PKW von Essen-Huttrop in eine Gewerbezone im Deilbachtal südlich von Essen. Er fährt täglich bis zu 350 km<strong> </strong>für die Firma Rasting Fleisch und Wurstwaren vom Fleischhof in Essen zu &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/03 Jan.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Jan.mp3)</a><br />
Jan P. 46., Fahrer Autotransporter<br />
Bochum – Tankstelle – Zeebrügge – Bochum<br />
&#8220;Jan 46.<strong> </strong>fährt mehrmals wöchentlich mit seinem Mercedes 1835 Actros mit Kässbohrer Aufbau für Opel dieselbe Route vom Werk in Bochum zum Hafen in Zeebrügge und zurück, dem größten Umschlagplatz von Neuwägen &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-996" title="driveway_019_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_019_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/04 Kryztof.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Kryztof.mp3)</a><br />
Kryztof W. 51., Fahrer Kleintransporter<br />
Poznan – Lodz – Gdansk – Wrozlaw – Tankstelle – Lille – Basel<br />
&#8220;Kryztof W., sein Bruder und zwei Cousins parken mit einem Ford Transit Kastenwagen und einem geleasten M.A.N. 7,5 Tonner am Parkplatz der Raststation. Sie sind am Feiertag nachmittags in Polen los gefahren und warten nun hier &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/05 Ronny.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Ronny.mp3)</a><br />
Ronny P. 34., Schichtkoordinator und Monteur<br />
Muldental bei Leipzig – Tankstelle – Nordrhein Westfalen/ Sauerland/ Baden<br />
&#8220;Ronny P. arbeitet als Schichtkoordinator für ein mittelständisches Unternehmen in Muldental bei Leipzig, dessen Monteure mit 6 Fahrzeugen permanent quer durch ganz Deutschland unterwegs sind. Ronny koordiniert die Aufträge in &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/06 Wanja.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Wanja.mp3)</a><br />
Wanja K. 39. Fahrer LKW mit Kühlaufbau<br />
Tschernihiw – Kiew – Donezk – Odessa – Tankstelle – Gent – Antwerpen – Rotterdam – Bremen<br />
&#8220;Wanja K. lebt in Tschernihiw und fährt für die ukrainische Transportfirma „Translogistika“ einen 40 Tonnen Volvo FH 1242 Sattelzug mit Kühlaufbau durch Europa. Wanja  holt in verschiedenen ukrainischen Städten in Kiew, Donezk, oder Odessa &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/driveway_tankstelle/07 Werner.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Werner.mp3)</a><br />
Werner H. 43. Außendienstmitarbeiter Firmen-PKW<br />
Lünen – Tankstelle – Düsseldorf<br />
&#8220;Werner H. verlässt an Werktagen bereits um 5:30 seine Wohnung in Lünen und startet zu seinem 90km entfernten Arbeitsplatz in einen Düsseldorfer Unternehmen, das Teppichböden vertreibt. Er hängt sein Sakko hinter den Beifahrersitz &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1000" title="driveway_020_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/06/driveway_020_380.jpg" alt="" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Dank an: Familie Eggers und das Personal der Shell-Station, Rob, Werner, Antonio, Danuta, Richard und die Kleingärtner des Kleingartenvereins &#8220;Am Dückerweg&#8221; e.V.<br />
Russischsprachige Recherche: Anna Olshevska<br />
Aufbau: Christian Forsen, Benjamin Hofmann, Lee Taylor<br />
SprecherInnen/ Audio Editing: Solveig Bader, Olaf Biernat, Stefan Leiwen</em></p>
<p><em> Fotos: Hieslmair/ Zinganel </em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Parcours durch Alpine Erlebnislandschaften</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2010/05/04/parcours-durch-alpine-erlebnislandschaften/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2010/05/04/parcours-durch-alpine-erlebnislandschaften/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 08:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spalte1]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge/Workshops]]></category>

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		<description><![CDATA[Das touristische Erlebnis ist keineswegs eine passive statische und ausschließlich visuelle Konsumtion von Landschaften und Dienstleistungen sondern vielmehr eine aktive multi-sensuale Performance, die – und das gilt insbesondere für die Alpen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-830" title="alpin_parcours_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_008_380.jpg" alt="alpin_parcours_008_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Das touristische Erlebnis ist keineswegs eine passive statische und ausschließlich visuelle Konsumtion von Landschaften und Dienstleistungen sondern vielmehr eine aktive multi-sensuale Performance, die – und das gilt insbesondere für die Alpen – in dynamischen Bewegungszyklen erfahren wird. Alpine Gebäudelehre lässt sich daher nicht auf den Funktionsablauf einzelner Gebäude reduzieren, sondern muss alle Betätigungsfelder in der gesamten Erlebnislandschaft einbeziehen, von der Anreise zum Hotel über die Berg- und Talstationen, das Nachtleben bis hin zur Abreise.</p>
<p>Die unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Kulturen von Touristen, Dienstleistern und Einheimischen produzieren mitunter problematische Dreiecksbeziehungen. Daher wird ihre Interaktion zum Selbstschutz aller Beteiligten durch spezifische Rituale und vielschichtige Bühnenlandschaften gefiltert und moduliert, sodass für alle Beteiligten sowohl Bühnen zur Selbstdarstellung als auch private Rückzugsorte gesichert sind.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-848" title="alpin_parcours_013_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_013_380.jpg" alt="alpin_parcours_013_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Die Tiroler Täler mit ihrer ausgeprägten touristischen Infrastruktur  (Saisonstädte) eignen sich besonders, um Einflüsse überregionaler  Transformationsprozesse und Modernisierungsschübe auf die lokale  Kulturlandschaft und Architektur zu analysieren. Die  Erlebnislandschaften in den Tiroler Tälern sind keineswegs  ausschließlich auf Basis von Ideen und Konzepten lokaler Seilschaften  entstanden, sondern sie stellen Koproduktionen dar, die von Reisenden  und Bereisten sukzessive ausgebaut und ausdifferenziert wurden: die  baulichen Formationen folgten den Erwartungshaltungen vorrangig  deutscher Touristen, wurden mit Geldern aus dem Marschall Plan  finanziert und mit hohen Anteilen an Saisonarbeitskräften aus  Ostösterreich und dem vormaligen Jugoslawien betrieben. Die Einübung in  das Dienstleistungsgewerbe und der transnationale Kulturaustausch mögen  manche vermeintliche Fehlentwicklungen (vor allem auch aus dem  Blickwinkel des akademischen Architekturbetriebes) hervorgebracht haben,  sie haben aber auch maßgeblich zu jener radikal beschleunigten  „Modernisierung“ der Lebens- und Arbeitswelt in den Talschaften  beigetragen, die es ermöglicht, dass heute das über die Jahrzehnte  erarbeitete Know-how in der Errichtung, im Betrieb und in der  Choreographie der Erlebnislandschaften erfolgreich und weltweit  exportiert wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-831" title="alpin_parcours_010_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_010_380.jpg" alt="alpin_parcours_010_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Ziel der Lehrveranstaltung war es demnach, bei den Studierenden ein  gesteigertes Verständnis für die spezifischen Anforderungen zur Planung  oder Choreographie alpiner touristischer Erlebnislandschaften  herzustellen. Den Studierenden wurden Analyse- und Darstellungs-  Methoden vermittelt, die – im Gegensatz zur klassischen Gebäudellehre –   die Untersuchung von Gebäuden als Netzwerkknoten einer gesteigerten  Mobilitätserfahrung ermöglichen, die sowohl einen übergeordneten  makropolitischen (geographischen) Blickwinkel als auch dem lokalen  mikropolitischen (ethnografischen) Blickwinkel mit einbezieht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-833" title="alpin_parcours_011_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_011_380.jpg" alt="alpin_parcours_011_380" width="380" height="253" /></p>
<p><strong></strong>Die Lehrveranstaltung war in einen Input-Block mit Vorlesungen und kleinen Übungen zur Methodik und in einen seminaristischen Workshopblock der von eigenständigen Feldforschungen unterbrochen war gegliedert.</p>
<p>Im Workshopblock wurden die Ergebnisse der Recherchen gemeinsam in ein raumgreifendes Wegenetzmodell übersetzt: Am Beispiel einer real-fiktiven Tiroler Tourismusdestination in einem hochgelegenen Tal wurden die Mobilitätsstränge ausgewählter Akteure – die von Einheimischen, Dienstleistern und Touristen zurückgelegten Wege – rekonstruiert.</p>
<p>Grundsätzlich besteht das Modell aus zwei miteinander in Beziehung gesetzten Raum Ausschnitten: In der ‚Totale’ wurden aus dem Makroblickwinkel durch die gesamte Tallandschaft verlaufende Akteurswege nachgebaut (Anreise, Abreise, Bewegungen im Ort, auf der Piste, etc.). Auf der Mikroebene geben ‚Zooms’ die ebenso auf Akteurswegen basieren die Innen-Raumfolgen von typischen Gebäudetypologien (Hotel, Talstation, Mittelstation, Restaurant, Frühstückspension und Personalwohnhaus) wieder. Zudem zeigen einzelne an den Wegen befestigte Comic-Zeichnungen Szenen von Begegnungen der ausgewählten Akteure.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-829" title="alpin_parcours_007_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2010/05/alpin_parcours_007_380.jpg" alt="alpin_parcours_007_380" width="380" height="285" /></p>
<p><em>TeilnehmerInnen:<br />
Stefanie Budweiser | Christian Flatscher | Michael Gsell | Sören-Tormond Köplin | Florian Mangger | Martina Reiter</em></p>

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<p><em>Dank an:</em><em><br />
Irmgard Danzl und Andreas Pfanzelt vom Institut für Gestaltung, Studio 1 sowie an die GastkritikterInnen: </em><em> Wolfgang Andexlinger, </em><em>Anne Kockelkorn, </em><em>Paul Rösch, Andreas Rumpfhuber, Andrei Siclodi</em></p>
<p><em>Die Aluminiumrohre wurden von der Firma <a href="http://www.rowa-moser.at/">ROWA-MOSER</a> </em><em>freundlicherweise </em><em> kostenlos zur Verfügung gestellt.</em></p>
<p><em>Fotos: Michael Hieslmair/ Alexander Pfanzelt<br />
</em></p>
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		<title>Crossing Rotterdam. Migrant Dependency</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2009/10/01/crossing-rotterdam/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2009/10/01/crossing-rotterdam/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 23:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte2]]></category>

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		<description><![CDATA[Crossing Rotterdam setzt sich mit der gegenwärtigen Tendenz zur Segregation des sozialräumlichen urbanen Gefüges auseinander. Nachbarschaften ziehen Gemeinschaften von Akteuren mit ähnlichen Interessen, häufig ausgestattet mit einem ähnlich hohen Einkommen an und neigen dazu die Stadt in ein Stückwerk aus „Inseln und Ghettos“ zu verwandeln. Aber genau dort wo sich räumliche Abgrenzungen und Inseln herausbilden steigt auch die Notwendigkeit diese zu überwinden und zu kreuzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-80" title="crossing_rotterdam_7_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_7_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_7_380" width="380" height="253" /></em></p>
<p><em>Ein dreidimensionales Mapping über Routen und Routinen von MigrantInnen</em></p>
<p>Crossing Rotterdam setzt sich mit der gegenwärtigen Tendenz zur Segregation des sozialräumlichen urbanen Gefüges auseinander. Nachbarschaften ziehen Gemeinschaften von Akteuren mit ähnlichen Interessen, häufig ausgestattet mit einem ähnlich hohen Einkommen an und neigen dazu die Stadt in ein Stückwerk aus „Inseln und Ghettos“ zu verwandeln. Aber genau dort wo sich räumliche Abgrenzungen und Inseln herausbilden steigt auch die Notwendigkeit diese zu überwinden und zu kreuzen. Gesteuert von täglichen Routinen pendeln die Akteure von einer Insel zur nächsten und gelangen so zu ihren Arbeitsplätzen, Schulen oder Freizeiteinrichtungen, um dort die von ihnen begehrten Lebensstandards zu konsumieren. Dabei gelingt es auch Akteuren aus sozial weiter unten angesiedelten Milieus die bspw. im Pflege-, im Transportbereich oder im Facility Service arbeiten die für sie ansonsten verschlossenen Territorien zu betreten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-77" title="crossing_rotterdam_4_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_4_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_4_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Bei Crossing Rotterdam stehen das „Erasmus MC Hospital“ im Norden und das „Erasmus MC Daniel den Hoed Hospital“ im Süden von Rotterdam als zwei wichtige Knotenpunkte für kulturellen Austausch im Mittelpunkt. Denn viele der dort tätigen Akteure weisen migrantischen Hintergrund auf, waren entweder am Umbau der Gebäude beteiligt oder im Pflegebereich sowie im Facility-Service tätig. In den beiden Krankenhäusern interagieren Akteure aus unterschiedlichen sozialen Milieus, Ärzte, Medizin-Studierende, Pfleger und Krankenschwestern, Patienten und deren Verwandte – pendeln von dort aus zu den sozialen Inseln der Stadt wo sie leben.</p>
<p>Die Installation zeigt ein dreidimensionales Mapping der täglichen Routen und Routinen von 6 ausgewählten Akteuren, die in den beiden Krankenhäusern Erasmus MC und MC Daniel den Hoed arbeiten und regelmäßig zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrer Wohnumgebung in Rotterdam pendeln. Zuhause treffen sie auf weitere 6 Akteure mit migrantischem Hintergrund von deren Service-Dienstleistungen sie abhängig sind. Über die in der Installation dargestellten Begegnungsorte und Wegenetze der Akteure erschließt sich ein weiterer Kreislauf von Routen und Routinen – setzt so die innerstädtische Care Drain Kette bis ins Unendliche fort.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-83" title="crossing_rotterdam_009_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_009_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_009_380" width="380" height="253" /></p>
<p><strong>Umsetzung</strong><br />
Die Installation ist im zentralen Ausstellungsraum des NAi situiert, in dem das Publikum in einem „offenen Forum“ in die Diskurse zum Thema der Ausstellung „Open City – Designing Coexistence“ eingeführt wird. Von den Ausstellungsarchitekten maxwan wurde diesem Forum eine streng gerasterte Struktur aus standardisierten Bürotischen verordnet, die gleichermaßen für die Möblierung der Cafeteria und des Buchladens, aber auch für Lesetische, als Sockel für Exponate, als Unterkonstruktion von Ausstellungs-Vitrinen und als Veranstaltungs-Bühne dienen sollen.</p>
<p>Wir haben diese Tische nicht als bloße Unterkonstruktion verwendet, indem wir etwa eine eigene Vitrine oder einen eigenen Sockel auf den Raster aufsetzten. Wir haben die Tische stattdessen bewusst aus dem vorgegebenen Raster gerückt und dann neu und versetzt zueinander postiert, sodass die Tischplatten selbst einem abstrahierten Ausschnitt aus dem Stadtplan von Rotterdam entsprechen. Zwei Gruppen aus je 4 unregelmäßig aneinander anschließenden Tischen gruppieren sich um eine a-symmetrische Leerstelle, die den Fluss Maas repräsentiert, der die Stadt Rotterdam in zwei Teile trennt. Zum besseren Verständnis aber auch zur Verstärkung des skulpturalen Aspektes der Arbeit haben wir die ehemaligen Hafenbecken der Maas in die Tischplatte eingeschnitten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-86" title="crossing_rotterdam_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_008_380.jpg" alt="crossing_rotterdam_008_380" width="380" height="253" /></p>
<p>Auf jeder dieser Tischgruppen befindet sich eine abstrakte Formation zusammengesetzter kubische Baukörper aus Acrylglas, die die jeweiligen Schwerpunktkrankenhäuser im Norden und Süden der Stadt repräsentieren. In jeder dieser Acrylglasobjekte schwebt ein abstrahiertes Wegemodell aus unbehandelten Kupferrohren mit rechtwinkeligen L-Verbindungen. Sie stellen die Wege eines Patienten im Krankenhaus dar. Diese Krankenhaus internen Netze überschneiden sich mit den Wegen jeweils 3-er anderer Akteure, die die Patienten umsorgen: mit jenen einer Ärztin, eines Ambulanzfahrers und einer Krankenschwester, das andere Mal mit jenen eines Hilfskochs, eines Mitarbeiters des Facility Service und einer Sekretärin am Anmeldungsschalter. Deren Wege, in gelber Signalfarbe lackierte Kupfersrohre, führen nun auch aus dem Krankenhaus hinaus durch den abstrahierten Stadtplan bis zu jenem Quartier, in dem sich ihre jeweiligen Wohnungen befinden. In den Wohnungen oder auf dem Weg dorthin begegnen nun alle sechs jeweils einer weiteren Person, von der sie selbst gewissermaßen abhängig sind: einem Kindermädchen, der eigenen Mutter und einem 24h Kiosk Betreiber bzw. einem Markthändler, einem Fußballplatzwart und einer Kindergärtnerin.</p>
<p>Auch auf dieser sekundären Dienstleistungsebene entwickeln sich jeweils Wegenetze durch die Stadt. Im Gegensatz zur ersten Dienstleistungsebene sind hier die lackierten Rohre etwas schmäler und die aufgesetzten Namens- und Berufsbezeichnungen in kleinerer Schriftgröße ausgeführt. Auch der Abstand des Wegenetzwerks zur Tischplatte ist geringer gehalten. Für alle Wege gilt: Bewegen sich die Akteure auf Straßenniveau, verlaufen die Wege über der Tisch-Platte, fahren sie mit der U-Bahn, dann verlaufen sie unter der Tischplatte.</p>
<p>Dort, wo sich jeweils die 2 Akteure der beiden Dienstleistungsebenen begegnen, werden diese Begegnungsräume durch kleine Acrylglaskuben markiert und diese Begegnungen mithilfe einer direkt auf die Rückseite aufgebrachten Hand-Zeichnung illustriert. In unmittelbarer Nähe zu diesen Kuben befinden sich jeweils 2 Kopfhörer über die in neutraler Nachrichtensprecherstimme die täglichen Wege und Begegnungen der Akteure protokollarisch nacherzählt werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-85" title="crossing_rotterdam_012_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_012_3801.jpg" alt="crossing_rotterdam_012_380" width="380" height="317" /></p>
<p>Formal orientieren sich die Art der Anordnung der Tische an Guy Debords Skizze der „Naked City“ und an den schwebenden Wegenetzen jener über den Städten schwebenden oder sie durchdringenden Megakonstruktionen, die in den Stadt-Utopien der 1960er Jahre populär wurden (Friedman, Constant usf.). Sie zeigen hier allerdings weder psychogeographischen Wanderungen noch Visionen oder Utopien, sie zeigen schlichtweg den Alltag von sozialen Akteuren in einem der wichtigsten Dienstleistungssektoren der Großstadt. Das die Stadt durchziehende System aus Heizungsrohren repräsentiert nicht nur einen Ausschnitt der technischen sondern vielmehr einen Ausschnitt der sozialen Infrastruktur der Stadt, in dem eine Vielzahl an Akteuren mit migrantischem Hintergrund tätig sind.</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/04 Ester.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Ester.mp3)</a><br />
Ester van der G., 42, Emergency Physician – Voice: Anne Gridley<br />
Car: Erasmus Medical Center – Mansion in the Princess Juliana-Laan in Kralingen</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/08 Dana.mp3">Audio-Datei herunterladen (08 Dana.mp3)</a><br />
Dana M., 20, Nanny – Voice: Kathy Tanner<br />
Bike: Mansion in the Princess Juliana-Laan in Kralingen – Nursery School – Universitycampus</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/02 Fareisa.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Fareisa.mp3)</a><br />
Fareisa J., 22, Hospital Nurse – Voice: Sibyl Kempson<br />
Bike: Erasmus Medical Center – Apartment in the Middellandstraat</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/03 Ranomi.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Ranomi.mp3)</a><br />
Ranomi J., 48, Cleaning Service – Voice: Anne Gridley<br />
Walk: Aparment Middellandstraat – law firms offices on the Heemraadssingel</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/06 Fatih.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Fatih.mp3)</a><br />
Fatih E., 28, Ambulance Driver – Voice: Robert Johanson<br />
Ambulance, Subway: Erasmus Medical Center – Ambulance Station – Apartment in Delfshaven</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/12 Tugay.mp3">Audio-Datei herunterladen (12 Tugay.mp3)</a><br />
Tugay S., 29, Manager of a 24-hour Food Stand – Voice: Michael Smulik<br />
Car: 24-hour food stand near the Delfshaven subway station – Nieuwe Binnenweg</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/05 Haidy.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Haidy.mp3)</a><br />
Haidy G., 40, Market Tradesman – Voice: Robert Johanson<br />
Van: Central market in Barendrecht – Afrikaandermarkt – Centrum Markt in the city centre</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/09 Romano.mp3">Audio-Datei herunterladen (09 Romano.mp3)</a><br />
Romano B., 35, Assistant Cook – Voice: Tim Sharp<br />
Subway: Daniel de Houd Hospital in Rotterdam Zuid – Afrikaanderplein at his cousin’s grocery store – family flat on the fifth floor of a housing block on Martinus Steijnstraat</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/10 Jerome.mp3">Audio-Datei herunterladen (10 Jerome.mp3)</a><br />
Jerome S., 28, Groundskeeper (Sports Facility) – Voice: Tim Sharp<br />
Walk: Oldegaarde sports-facility</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/11 Mahmud.mp3">Audio-Datei herunterladen (11 Mahmud.mp3)</a><br />
Mahmud H., 25, Facilities Manager – Voice: Michael Smulik<br />
Van, bus, walk: Daniel de Houd Hospital in Rotterdam Zuid – housing development on Akkermanstraat in Charlois – Oldegaarde sports club</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/07 Maike.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Maike.mp3)</a><br />
Maike Chin A., 32, Reception Desk Secretary – Voice: Kathy Tanner<br />
Bike: Daniel de Houd Hospital in Rotterdam Zuid – nursery school nearby Slingen station – apartment in a high-rise subsidized housing tenement</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_rotterdam/01 Sandra.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Sandra.mp3)</a><br />
Sandra D., 28, Nursery School Teacher – Voice: Sibyl Kempson<br />
Subway: nursery school near the Slingen subway station – bar at the Witte de Wit Straat – theme restaurants around the Beurs – small apartment at the Zuidplein</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-245" title="crossing_rotterdam_scetch_001_380_1" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_rotterdam_scetch_001_380_1.jpg" alt="crossing_rotterdam_scetch_001_380_1" width="380" height="559" /><strong><em><strong> </strong></em></strong></p>
<p><strong><em><strong> </strong></em></strong><em><br />
Unterstützung bei der Recherche: Hyeri Park<br />
Scripts der Audiospuren: Michael Zinganel und Michael Hieslmair<br />
Englische Übersetzung der Audiospuren: Chris Michalski<br />
Stimmen: Anne Gridley, Robert Johanson, Sibyl Kempson, Tim Sharp, Michael Smulik und Kathy Tanner<br />
Fotos: Hieslmair/ Zinganel</em></p>
<p><em>Unterstützt durch: BMUKK Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Kulturabteilung des Landes Steirermark</em></p>
<p><em><a href="http://iabr.nl/NL/open_city/" target="_blank">4. Internationale Architekturbiennale Rotterdam (IABR)</a><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Remix Alpin. Ein Work in Progress zur Koproduktion von touristischen Erlebnislandschaften</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2009/07/30/remix-alpin/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2009/07/30/remix-alpin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 23:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte2]]></category>

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		<description><![CDATA[In typischen alpinen Erlebnislandschaften fallen in der Regel an drei topografischen Schwerpunkten terminalartige Bebauungen ins Auge: Am Tal-Eingang mit Tankstelle, Souvenir-Shop, Super-Markt, Großdisko und Brücke, die den Fluss überquert, im Ortszentrum mit Talstation, Parkhaus, Schiverleih, Schirmbar, Hotels, Restaurants, Nachtklubs und eine Gastro- und Sondereventzone auf der Mittelstation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-68" title="remix_alpin_4_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_4_380.jpg" alt="remix_alpin_4_380" width="380" height="253" /></p>
<p><em>Sozialräumliche Modell- und Audioinstallation<br />
perfomIC, <a href=" http://buchsenhausen.at/" target="_blank">Künstlerhaus Büchsenhausen</a>, Innsbruck<br />
Juni/ Juli 2009<a href="http://buchsenhausen.at/" target="_blank"></a></em></p>
<p>In typischen alpinen Erlebnislandschaften fallen in der Regel an drei topografischen Schwerpunkten terminalartige Bebauungen ins Auge: Am Tal-Eingang mit Tankstelle, Souvenir-Shop, Super-Markt, Großdisko und Brücke, die den Fluss überquert, im Ortszentrum mit Talstation, Parkhaus, Schiverleih, Schirmbar, Hotels, Restaurants, Nachtklubs und eine Gastro- und Sondereventzone auf der Mittelstation.<br />
Den Schwerpunkt dieser Analyse bilden die hybriden Akteurskonstellationen (und hybride Zielgruppen), die ebenso hybride Zeichensysteme und Kulturen hervorbringen. Über transnationale Akteursnetzwerke findet fortdauernd eine Vielzahl an Themen und deren Inszenierung ihren Weg in die Tiroler Talschaften.<br />
Folklore meint den Besuchern Versatzstücke aus unterschiedlichen Populärkulturen (einschließlich der Popularisierung ehemaliger Hochkulturen) anzubieten, die von einer improvisationsreichen Bricollage der Bau- und Inszenierungstechniken (innen wie außen) gekennzeichnet sind. Dabei zentral ist die Auswechselbarkeit der Themen, der Zeichensysteme und der Dienstleistungsangebote, die entsprechend der wandelnden Nachfrage ausgetauscht werden. Demnach befinden sich sowohl die ‚festen’ baulichen Hüllen, als auch die temporären Event-Architekturen in einem kontinuierlichen Prozess des Umbaus und des Transitorischen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-780" title="remix_alpin_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/07/remix_alpin_005_380.jpg" alt="remix_alpin_005_380" width="380" height="253" /></p>
<p><strong>Struktur der Installation</strong><br />
Ein begehbares Landschaftsmodell in Form einer engen U-förmigen Event-Tribüne bildet die abstrahierte räumliche Struktur einer alpinen Tallandschaft. Auf drei verschiedenen Höhenstufen der Tribünenlandschaft sind signifikante Schnittmodellen der für die Erzählung zentralen Bauwerken eingesetzt (Souvenir-Shop, Disko, Hotel, Parkhaus, Seilbahnstationen usw.). Jeder Modellgruppe sind 3 bis 4 Hörstationen zugeordnet, die in kurzen Audiospuren die Beteiligung der Akteure an der Errichtung, Adaption und Bespielung der Erlebnisarchitekturen beschreiben (Verkäuferin im Souvenirshop, Diskobetreiber, Hotelierfamilie, Bauleiter, Wellness-Berater, Snowboard-Eventveranstalter usw.) In die Tribünenlandschaft eingelegte Wegenetze markieren die Kreuzungspunkte der Akteure im Tal und verbinden sie mit den Vorbild-Regionen ihrer Inszenierungen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-66" title="remix_alpin_1_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_1_380.jpg" alt="remix_alpin_1_380" width="380" height="507" /></p>
<p><strong> Tonspuren zu folgenden Akteuren</strong></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/01 Inga L.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Inga L.mp3)</a><br />
Inga L. (47) Souvernirshop-Betreiberin<br />
Tianjin/ San Franzisco/ Los Angeles/ Uppsala/ Salzburg</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/02 Herbert K.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Herbert K.mp3)</a><br />
Herbert K. (43) Eventgastronom<br />
Ibiza/ Goa/ St. Tropez/ Wien/ München/ Moskau/ Kitzbühl</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/03 Markus F.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Markus F.mp3)</a><br />
Markus F. (29) Juniorchef Hotel Elisabeth<br />
Napa Valley / Grindelwald/ Groningen/ Nizza</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/04 Milo K.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Milo K.mp3)</a><br />
Milo K. (29) Wellness-Berater und Außendienstmitarbeiter<br />
Rijeka/ Schwäbisch Hall/ Hopfgarten/ Dubai/ Zürich</p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/remix_alpin/05 Thomas D.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Thomas D.mp3)</a><br />
Thomas D. (36) Ex-Profi-Snowboarder<br />
Calgary/ Nassfeld/ Whistler Mountain/ Madonna di Campiglio</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-62" title="remix_alpin_7_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_7_380.jpg" alt="remix_alpin_7_380" width="380" height="380" /></p>
<p><em>Sprecherin Audiospuren: Claudia Kasebacher<br />
Schnitt Audiospuren: Tamar Tembeck<br />
Fotos: Andrei Siclodi | Julia Obenaus | Michael Hieslmair</em></p>
<p><img title="remix_alpin_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/remix_alpin_008_380.jpg" alt="remix_alpin_008_380" width="380" height="538" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2009/07/15/crossing-munich/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2009/07/15/crossing-munich/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 23:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte3]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt Crossing Munich zeigt München als Einwanderungsstadt seit 1955 – dem Jahr, in dem die Bundesrepublik das erste Anwerbeabkommen für „Gastarbeiter“ mit Italien unterschrieben hat. Grenzüberschreitend verschmelzen Positionen aus Wissenschaft und Kunst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_170" class="wp-caption alignnone" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-170" title="crossing_munich_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_munich_005_380.jpg" alt="crossing_munich_005_380" width="380" height="256" /><p class="wp-caption-text">Foto: Jörg Koopmann</p></div>
<p><em>Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Kulturreferats der Landeshauptstadt München in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie, dem Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie und dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität.<br />
Rathausgalerie München, 10. Juli bis 15. September 2009<a href="http://crossingmunich.org" target="_blank"><br />
</a><a href="http://crossingmunich.org/" target="_blank">http://crossingmunich.org/</a></em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-478" title="crossing_munich_grundriss_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/07/crossing_munich_grundriss_380.jpg" alt="crossing_munich_grundriss_380" width="380" height="301" /></p>
<p><strong>Migration Ausstellen – Wege interdisziplinärer Kooperationen</strong><br />
Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Crossing Munich“ zeigt München als Einwanderungsstadt seit 1955 – dem Jahr, in dem die Bundesrepublik Deutschland das erste Anwerbeabkommen für „Gastarbeiter“ mit Italien unterschrieben hat. In der öffentlichen Wahrnehmung ist München als drittgrößte Einwanderungsstadt Deutschlands kaum bekannt, im historischen Gedächtnis der Migranten und Migrantinnen jedoch nimmt München einen besonderen Platz ein. Hier, am Gleis 11 des Hauptbahnhofs, hielt ein Großteil der Sonderzüge, mit denen die Bundesanstalt für Arbeit die angeworbenen „GastarbeiterInnen“ transportieren ließ. So prägen Erinnerungen über die ersten Nächte im Bunker unter der Erde des Hauptbahnhofs, der als zentrale Anlaufstelle für die Ankommenden ausgebaut wurde, auch zahlreiche Familienbiografien von MigrantInnen in Deutschland. Doch die MigrantInnen blieben nicht unter der Erde oder in den ihnen zugedachten „Wohnheimen“ am Rande der Stadt, viel mehr eigneten sie sich Stück um Stück ihre (zweite) Heimat an.</p>
<div id="attachment_172" class="wp-caption alignnone" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-172" title="crossing_munich_011_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_munich_011_380.jpg" alt="crossing_munich_011_380" width="380" height="253" /><p class="wp-caption-text">Foto: Jörg Koopmann</p></div>
<p>„Crossing Munich“ zeigt München als eine durch Migration geprägte Stadt. Das Projekt erkundet Geschichte und Gegenwart der Migration in München – jenseits gängiger Debatten um „Integration“ und „Ethnizität“ in der gegenwärtigen öffentlichen Diskussion, sowie jenseits gängiger Wahrnehmungsweisen von Migration als Bedrohung oder als Bereicherung. Vielmehr erzählen die einzelnen Installationen der Ausstellung „Crossing Munich“ kleine und größere Geschichten von migrantischen Lebensrealitäten, Mobilitätspraktiken, transnationalen Ökonomien und Protesten. Sie erzählen aber auch, wie verschiedene politische und wohlfahrtsstaatliche Institutionen die Bewegungen der Migration über die Jahrzehnte zu steuern, zu stoppen, zu verwalten und zu managen, wie auch zu nutzen und als multikultureller Standortfaktor ins Stadtmarketing zu integrieren versuchen.</p>
<p>Die Ausstellungsarbeiten beruhen dabei auf einmaligen kooperativen Prozessen zwischen 25 ForscherInnen der Ludwig-Maximilians-Universität München und 16 KünstlerInnen aus München, Wien und Zürich. Die Studierenden und DoktorantInnen haben sich drei Semester lang mit aktuellen migrantionswissenschaftlichen Debatten auseinander gesetzt, haben unter wissenschaftlicher Beratung eigene Forschungsprojekte entwickelt und sind hierfür in Archive und ins „Feld“ gegangen. Die hieraus entstandenen Einzelprojekte haben die ForscherInnen an verschiedene Orte, Szenen und Milieus der Münchner Stadtgesellschaft geführt, aber auch nach Istanbul, in den Kosovo oder nach Antwerpen.</p>
<div id="attachment_174" class="wp-caption alignnone" style="width: 390px"><img class="size-full wp-image-174" title="crossing_munich_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_munich_008_380.jpg" alt="Foto: Jörg Koomann" width="380" height="253" /><p class="wp-caption-text">Foto: Jörg Koomann</p></div>
<p><em>Zur Struktur der Ausstellung</em><br />
Um die Spezifik des Forschungsprozesses und seiner künstlerischen Umsetzung von „Crossing Munich” auch in der Ausstellung selbst offen zu legen, wurden von den Gestaltern Michael Zinganel und Michael Hieslmair folgende Überlegungen zur Anordnung und Architektur der Ausstellungsprojekte angestellt:</p>
<p>Die Ausstellungsgestaltung reagiert auf die spezifische, nahezu sakrale Architektur der ehemaligen Kassenhalle des Münchner Rathauses: die axialsymmetrische Anordnung aus einem hohen, glasüberdachten Hauptschiff und niedrigeren Seitenschiffen wird durch abstrakte Kuben in intimere aber miteinander in Blickbeziehung bleibende Raumfolgen strukturiert.</p>
<p>Am Ende der Halle wird, formal den Bahnsteigen eines Kopfbahnhofes nachgestellt, eine Plattform errichtet, die eine Referenz an die Bahnhofshalle als historischem Ankunftsort von MigrantInnen darstellt. Der Raum erhält durch den bestehenden Spring-Brunnen den Charakter eines öffentlichen Platzes, um den dann auch jene Arbeiten angelagert werden, die sich mit öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten von MigrantInnen oder mit der politischen Regulation von Migration beschäftigen. In den Seitenschiffen hingegen werden jene Arbeiten platziert, die Aktivitäten untersuchen, die in weniger sichtbaren, informellen bis hin zu privaten Rahmenbedingungen stattfinden.</p>
<p>Zudem werden durch die Strukturierung der Displays in drei „Ebenen“ die spezifische Akteurskonstellation und (Co-)Produktionsweise der Ausstellungsbeiträge durch ForscherInnenteams aus Studierenden, KünstlerInnen und der Projektleitung noch einmal in Erinnerung gerufen:</p>
<ul>
<li>die ethnologischen und historischen Recherchematerialien in Transportcontainern am Bahnsteig und als schwarz-weiße Wandtapeten an den bestehenden Außenwänden fokussieren die Subjekt-Objekt-Beziehung im Forschungsverlauf;</li>
</ul>
<ul>
<li>die künstlerisch angeleiteten, gemeinsam erarbeiteten Übersetzungen dieser Recherchen und ihre Inszenierungen als Installationen frei im Raum oder gerahmt vor den bestehenden Außenwänden;</li>
</ul>
<ul>
<li>der makropolitische Zusammenhang wird über die reflexiven, kuratorischen Meta-Interventionen, das sind Texte zu den zentralen Themeninseln sowie eine fiktive Werbekampagne des City Marketings, auf den frei im Raum stehenden Kuben hergestellt; dafür werden Bilder aus den Recherchen der Ausstellungsprojekte zum Migrationsdiskurs sich angeeignet und umgedeutet.</li>
</ul>
<p><strong>Munich Loves You (&#8230;) All and Everywhere</strong><br />
4-teilige Posterserie als Teil einer fiktiven Stadtmarketing-Kampagne<br />
Laserplots, A0</p>

<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-5-20">


	
	<!-- Thumbnails -->
		
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</div>


<p><em>Konzept und Collage: Michael Hieslmair | Michael Zinganel<br />
Fotos Orte: <a href="http://joergkoopmann.com/" target="_blank">Jörg Koopmann</a><br />
Fotos Projektbeteiligte: <a href="http://hengleinsteets.de/" target="_blank">David Steets</a></em></p>
<p>Die vier Sujets beziehen sich inhaltlich auf die Überbegriffe der Themeninseln in der Ausstellung (Stadtbilder – Stadtträume / urbane Politiken / Kulturproduktionen und -konstruktionen / Transnationale Ökonomien). Sie sind als Teil einer fiktiven Stadtmarketing-Kampagne angelegt. In der Ausstellung waren die Poster analog zu Plakaten im Stadtraum an mehreren Stellen und in unterschiedlicher Höhe angebracht. Konzeptionell orientiert sich der Bildaufbau der Collagen an der aktuellen Image-Kampagne der Stadt München, wobei über schwarz-weiß Kopien der offiziellen Logos eine direkte Verbindung hergestellt wird.<br />
In der offiziellen Kampagne wurden laut Selbstbeschreibung die Fotos „an besonderen Orten inszeniert und aufgenommen“. „So entstand das Motiv für die Fußballhochburg München auf dem Dach der Allianz Arena, das Biergartenmotiv im Schatten des ältesten Baumes im Nymphenburger Schlosspark und das Motiv für das unbeschwerte Münchner Lebensgefühl am Pool des Mandarin Oriental Hotels über den Dächern der Altstadt.“<br />
In Anlehnung daran zeigt die fiktive Kampagne eine Auswahl an Orten, die in der kollektiven Wahrnehmung der StadtbewohnerInnen häufig als problematisch bezeichnet oder als von Konflikten geprägt gelten. Eine Ebene darüber liegen mittels Collage-Technik inszenierte Fotos von am Projekt beteiligten ForscherInnen, die jene zukünftigen Bildungs-Eliten repräsentieren, die jedes Stadtmarketing anzuwerben versucht.</p>
<p>Die Aufnahmen der Orte stammen von Jörg Koopmann, der seit mehreren Jahren mit seiner Kamera durch Münchner Quartiere streift. Die inszenierten Fotos der ForscherInnen entstanden bei einem Fotoshooting mit David Steets. Deutlich übertrieben und in Kontrast zum Bildhintergrund haben sich dabei die ForscherInnen als besonders hip und urban dargestellt und unbeschwert in Pose geworfen.<br />
Die zweiteiligen Slogans unterstreichen Münchens Selbstdarstellung als „weltoffene“ und „tolerante“ Stadt, und setzen diese mit den vier Themenschwerpunkten von Crossing Munich in Verbindung – ganz so als hätte die fiktive Image-Kampagne die Wahrnehmung der problematisierten Orte schon längst ins Positive gewendet. Dazu trägt auch die kritische Ausstellung selbst – ob gewollt oder ungewollt – bei, die von der Stadt München beauftragt und finanziert wurde.</p>
<p><em>Zum Projekt ist im Silke Schreiber Verlag ein Katalog erschienen:</em><em><br />
Crossing Munich. Beiträge zur Migration aus Kunst, Wissenschaft und Aktivismus<br />
Natalie Bayer, Andrea Engl, Sabine Hess, Johannes Moser (Hrsg.)<br />
München 2009, 208 Seiten, 55 Farbabbildungen, 30 Graustufenabbildungen<br />
ISBN-13 978-3-88960-108-7<br />
erschienen im Silke Schreiber Verlag, München 2009<br />
<a href="http://crossingmunich.org/katalog.html" target="_blank">http://crossingmunich.org/katalog.html</a></em></p>
<p><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Crossing Gates. Die Notwendigkeit der täglichen Grenzüberschreitung</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2009/05/10/crossing-gates/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2009/05/10/crossing-gates/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 May 2009 11:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptseite]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte3]]></category>

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		<description><![CDATA[In den 3 Modellgruppen wird nicht nur die räumliche Verinselungstendenz unterschiedlicher sozialer Milieus thematisiert, sondern vor allem auch auf die Notwendigkeit der Passage zwischen den abgeschottet erscheinenden Inseln hingewiesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-232 alignnone" title="crossing_gates_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_gates_001_380.jpg" alt="crossing_gates_001_380" width="380" height="253" /></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Vergleichende sozialräumliche Modell- und Audioinstallation zu den Städten Dubai, Caracas und Heidelberg / Berlin</em></p>
<p>Der Ausstellungsbeitrag besteht aus 3 Modellgruppen für die Städte Dubai, Caracas und Heidelberg / Berlin. Jede der Modellgruppen besteht wiederum aus drei einzelnen Architektur- und Stadtmodellen aus Wellkarton auf einem Sockel aus MDF-Platten, einem abstrahierten Wegenetzdiagramm aus Acrylstäben sowie begleitenden Audiospuren.<br />
Die Modelle zeigen jeweils typische Wohnhäuser wohlhabender deutscher Expat-Familien Dubai und Caracas, sowie einem Expat aus Venezuela in Heidelberg (bzw. der Geschäftsführerin einer Expat Agentur in Berlin). Sie zeigen aber auch die typischen Wohnviertel ihrer DienstleisterInnen, die selbst über einen migrantischen Hintergrund verfügen, sowie den Wohn- und Arbeitsort, über den die Expats und ihre DienstleisterInnen miteinander in Beziehung treten.<br />
Dabei wird nicht nur die räumliche Verinselungstendenz unterschiedlicher sozialer Milieus thematisiert, sondern vor allem auch auf die Notwendigkeit der Passage zwischen den abgeschottet erscheinenden Inseln hingewiesen. Denn durch die Überschreitung der Grenzen und durch die Fahrt von einem Ghetto in ein mitunter weit entferntes anderes werden die überlebensnotwendige Erwerbsarbeit oder ein dem angestrebten Milieu- und Status angepasster Lebensstil erst ermöglicht.<br />
Daher stehen täglichen Wege der Expats und ihrer DienstleisterInnen im Zentrum der Arbeit. Ihnen sind auch einzelne Kopfhörer zugewiesen, auf denen Nachrichtensprecher den jeweiligen Tagesablauf aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Akteure protokollarisch nacherzählen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-229" title="crossing_gates_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_gates_008_380.jpg" alt="crossing_gates_008_380" width="380" height="570" /></p>
<p><strong>Recherchen</strong><br />
Die Autoren verzichteten bewusst auf die angebotene kurze Recherche-Reise in die ‚Inseln und Ghettos’ von Dubai und Caracas. Die Recherche zu dieser Arbeit basiert daher nicht auf Vor-Ort Interviews mit Akteuren unterschiedlicher sozialer Milieus und Ethnien in Dubai oder Caracas. Stattdessen versuchten die Autoren das darzustellende sozialräumliche Beziehungsgefüge über sozial und geographisch ‚näher stehende’ Akteure zu erschließen: nämlich über vergleichsweise wohlhabende und gebildete deutsche Expat-Familien in deren Quellregion Deutschland, die sich bewusst oder unbewusst an den Verinselungstendenzen mitbeteiligen, bzw. über in Deutschland lebende Expats, die auch hier auf durchaus vertraute Verinselungen treffen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-230" title="crossing_gates_009_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_gates_009_380.jpg" alt="crossing_gates_009_380" width="380" height="342" /></p>
<p>Die durchaus auch reflektierenden Erfahrungsberichte dieser Akteure ermöglichten zumindest eingeschränkte Einblicke ihr Leben und das ihrer DienstleisterInnen. So zeigt sich im Falle von Dubai, dass die Geschlechtertrennung die Segregation sozialer Milieus bei weitem übertrifft und sowohl für nichtmuslimische Frauen (und Männer) aus dem wohlhabenden Expat- als auch dem armen DienstleisterInnenmilieu die Verinselung schlechthin darstellt.<br />
Die Architektur- und Stadtmodelle der Wohnhäuser und Arbeitstätten wurden auf Basis von Fotos, Beschreibungen und Adressangaben vor allem aber über Luftaufnahmen aus Google Earth rekonstruiert.</p>
<p><em>SprecherInnen: Nicole Dietrich, Ulla Ebner, Herbert Gnauer und Peter Waldenberger; Bettina Allmoda, Ralf Homann (Adaptionen für Berlin)<br />
Fotos Stadtmuseum Graz: Martin Grabner<br />
Fotos Kunstverein Heidelberg: Hieslmair/ Zinganel</em></p>
<p><strong>Architekturmodelle und Tonspuren zu folgenden Akteuren</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-226" title="crossing_gates_006_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_gates_006_380.jpg" alt="crossing_gates_006_380" width="380" height="330" /></p>
<p>DUBAI – Manager eines deutschen Unternehmens in Dubai; einer seiner Mitarbeiter aus Indien, der in Alt-Dubai wohnt; die deutsche Ehe-Frau und das Hausmädchen aus Sri Lanka<br />
Norbert K.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/01 Dubai_Norbert K.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Dubai_Norbert K.mp3)</a><br />
Sabina K.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/02 Dubai_Sabina K.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Dubai_Sabina K.mp3)</a><br />
Sakthipriyah M.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/03 Dubai_Sakthipriyah M.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Dubai_Sakthipriyah M.mp3)</a><br />
Mansukh G.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/04 Dubai_Mansukh G.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Dubai_Mansukh G.mp3)</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-217" title="crossing_gates_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_gates_004_380.jpg" alt="crossing_gates_004_380" width="380" height="380" /></p>
<p>CARACAS – Leiter des Goethe Institutes in Caracas; ein Hausmädchen aus Kolumbien, das in einem Barrio lebt<br />
Johannes M.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/05 Caracas_Johannes M.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Caracas_Johannes M.mp3)</a><br />
Carmina A.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/06 Caracas_Carmina A.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Caracas_Carmina A.mp3)</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-227" title="crossing_gates_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_gates_005_380.jpg" alt="crossing_gates_005_380" width="380" height="335" /></p>
<p>HEIDELBERG – Wissenschafterin aus Venezuela an der Universität Heidelberg; ein Mann des Wachdienstes auf dem Uni-Campus, der in einem sozialen Wohnbau am Stadtrand lebt<br />
Consuelo<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/07 Heidelberg_Consuelo.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Heidelberg_Consuelo.mp3)</a><br />
Kevin L.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/08 Heidelberg_Kevin L.mp3">Audio-Datei herunterladen (08 Heidelberg_Kevin L.mp3)</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-224" title="crossing_gates_007_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/crossing_gates_007_380.jpg" alt="crossing_gates_007_380" width="380" height="380" /></p>
<p>BERLIN – Geschäftsführerin einer Relocation Agentur, die vorwiegend Expats in Berlin betreut und mit ihrer Familie am Prenzlauer Berg lebt; ein Doorman der in Berlin Marzahn wohnt<br />
Lan H.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/09 Berlin_Lan H.mp3">Audio-Datei herunterladen (09 Berlin_Lan H.mp3)</a><br />
Frank K.<br />
<a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/crossing_gates/10 Berlin_Frank K.mp3">Audio-Datei herunterladen (10 Berlin_Frank K.mp3)</a></p>
<p><a href="http://hdkv.de/islands/" target="_blank"><em>Kunstverein Heidelberg<br />
</em></a><a href="http://stadtmuseumgraz.at" target="_blank"><em>Stadtmuseum Graz</em></a><a href="http://hdkv.de/islands/" target="_blank"><em> </em></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Heisse Luft. Ein regionales Branding-Theater im Vulkanland</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2008/09/10/heisse-luft/</link>
		<comments>http://hieslmair.him.at/2008/09/10/heisse-luft/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 23:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte3]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine theatralisch verdichtete Inszenierung eines fiktiven interdisziplinären Symposiums, in der aktuelle Branding-Strategien mit dem gegenwärtigen Boom von Kulturfestivals und ihren Diskursveranstaltungen in Beziehung gesetzt werden. Neu zusammengesetzt aus den Kochbüchern und Spielanleitungen avancierter Architektur-, Kunst-, Design- und MarketingexpertInnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-255" title="heisse_luft_006_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_006_380.jpg" alt="heisse_luft_006_380" width="380" height="248" /></p>
<p><em>Eine theatralisch verdichtete Inszenierung eines fiktiven interdisziplinären Symposiums, in der aktuelle Branding-Strategien mit dem gegenwärtigen Boom von Kulturfestivals und ihren Diskursveranstaltungen in Beziehung gesetzt werden. Neu zusammengesetzt aus den Kochbüchern und Spielanleitungen avancierter Architektur-, Kunst-, Design- und MarketingexpertInnen.</em></p>
<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-366" title="heisse_luft_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/09/heisse_luft_004_380.jpg" alt="heisse_luft_004_380" width="380" height="549" /><br />
</strong></p>
<p><strong>Produktion</strong></p>
<p><em>Formatleitung: Michael Zinganel und Michael Hieslmair<br />
Szenische Indoktrinationsversuche: Veit Sprenger, <a href="http://showcasebeatlemot.de/" target="_blank">Showcase Beat Le Mot Hamburg</a><br />
Spielleitung: Ed Hauswirth, <a href="http://theater-im-bahnhof.com/" target="_blank">Theater im Bahnhof Graz</a><br />
SchauspielerInnen: Rupert Lehofer, Matthias Ohner und Monika Klengel, <a href="http://theater-im-bahnhof.com/" target="_blank">Theater im Bahnhof Graz</a> sowie Marco Frühbeck, Elke Jöbstl und Sonja Puff, Bad Gleichenberg<br />
Theorie-, Ideologie- und Modellbauabteilung: Michael Hieslmair und Michael Zinganel</em><em><br />
Technik: Gerhard Michl, Manfred Mohab<br />
Fotos: Johannes Gellner<br />
Idee: Michael Zinganel</em></p>
<p><em>Dank an: Günter Gaber, Siegfried Loos und Margot Fürtsch, Firma Mandlbauer Bau GmbH, Josef Schellnegger und Hubert Schlagbauer<br />
Ort: Landesberufsschule für Tourismusberufe Bad Gleichenberg<br />
Premiere: 5. September 2008, 20 Uhr<br />
Weitere Termine: 6. und 8. September, jeweils 20 Uhr</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-257" title="heisse_luft_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_001_380.jpg" alt="heisse_luft_001_380" width="380" height="251" /></em></p>
<p><strong>Plot</strong><br />
Eine mittelständische, vormals ländlich geprägte Region auf der Suche nach ihrer Identität und einer Neupositionierung im Wettbewerb. Branding erscheint als das aktuelle Zauberwort! Bloß welche gemeinsamen Zeichen sollen einem so heterogenen Gemeindeverband eingebrannt werden? Wo? Von wem? Mit welchen Mitteln? Und um welchen Preis? Neue Logos? Neue Landmarks? Zeitgenössische Kunst als Brandzeichen? Kulturveranstaltungen? Events? Oder etwa inszenierte Skandale? Ein hochkarätig besetzter Kongress zum Thema „Regional-Branding“ soll abgehalten werden, der als Event die Ambition der Region zur Neuausrichtung bewirbt.Die Gemeinde lädt sich dazu namhafte externe ExpertInnen ein, die ihr ‚nachhaltig’ ihre Vorstellungen aufzunötigen versuchen. Aus ihren Beiträgen lassen sich dennoch Richtung weisende Hinweise zur Neuausrichtung destillieren. In Folge des Kongresses soll ein Ideenwettbewerb abgehalten werden, um weitere Projekte, Investoren und Fördergelder zu akquirieren.Fiktive TeilnehmerInnen sind unter anderem ein Philosoph oder Soziologe, ein Trendforscher oder Branding-Theoretiker, ein Leiter einer Werbeagentur, der lokale Hotelier und Grundbesitzer, die Managerin des Tourismusverbandes, eine lokale Politikerin, ein Gesundheitsökonom oder Wellness-Berater, ein Event-Veranstalter oder Erlebnisweltexperte, ein Star-Architekt, ein Kunstkurator, ein Großskulptur-Künstler und VertreterInnen einer sich kritisch in Verweigerung übenden Gegenkultur. Im Hintergrund agieren eine lokale Kellnerin, ein Techniker, die begrüßende Bürgermeisterin und ihr EU-Projektförderungsberater. Nicht anwesend: der nicht näher benannte Investor.</p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-258" title="heisse_luft_003_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_003_380.jpg" alt="heisse_luft_003_380" width="380" height="254" /></em></p>
<p><strong>Inszenierung</strong><br />
Das Stück wurde in Workshops mit dem Theater im Bahnhof, mit Schauspielerinnen aus Bad Gleichenberg und den Initiatoren gemeinsam entwickelt. Ziel war es, eine lustvolle ironische Metakritik zur Regionale 08 beizutragen, einem jener neuen dezentralen Festivalformate, die für sich beanspruchen, Kultur als Medium der Selbstreflexion in Identitätsfindungs- und Neupositionierungs-Prozessen von Regionen zu fördern.</p>
<p>Die SchauspielerInnen spielen die verdichteten Dialoge und habituellen Eigenheiten der fiktiven SymposiumsteilnehmerInnen nach. Allerdings nicht ausschließlich in der starren Bühnensituation des Symposiums, sondern auch in informellen Pausendialogen, beim Kaffee, einer geführten Tour durch die Region oder in der Buschenschank. Dort versuchen die fiktiven ExpertInnen, sich gegenseitig aus ihren Kochbüchern des Destinations- und Selbst-Branding verschiedene Identitätshäppchen zuzubereiten und anzubieten. Sie schneiden sich dünne Scheibchen vom symbolischen Kapital herunter und spielen sich gewandt durch Logos und Slogans, um sich dabei gegenseitig für zukünftige Projekte anzuwerben.Zusätzlich treten – einem Puppentheater ähnlich – übergroße Modelle der von ExpertInnen typischerweise vorgeschlagenen Logos, Projekte und regionalen Produkte auf, aber auch Werkzeuge zur Landvermessung und Projektion. Sie diskutieren über die ihnen zugewiesene Rolle in der geplanten Branding-Kampagne oder halten Kurzvorträge zu Medientheorie und Marketing.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-256" title="heisse_luft_010_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_010_380.jpg" alt="heisse_luft_010_380" width="380" height="246" /></p>
<p>Die architektonisch signifikante 16 x 50 Meter große und hell ausgeleuchtete Flachdach-Terrasse der Landesberufsschule für Tourismusberufe in Bad Gleichenberg bildet die Bühne. Das Publikum befindet sich an dessen Schmalseite im voll verglasten und deshalb stark überhitzten Foyer. Akustisch durch die Glasfassade abgeschirmt kann es die szenisch gegliederten Handlungen zwar sehen aber nicht hören. Stattdessen kommentiert ein Sprecher im Foyer über Mikrofon und Lautsprecher das Spiel im Außenraum. Improvisierend aber scheinbar Symposium erfahren und mit Hintergrundwissen ausgestattet versucht er, den Akteuren vermeintlichen Aussagen in den Mund zu legen und dem Publikum zu erklären, was sich auf der Bühne jeweils wirklich tut, wie so ein Symposium typischerweise funktioniert – oder auch nicht.</p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-259" title="heisse_luft_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_005_380.jpg" alt="heisse_luft_005_380" width="380" height="250" /></em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-310" title="heisse_luft_comic_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_comic_001_3801.jpg" alt="heisse_luft_comic_001_380" width="380" height="479" /></p>
<p>Um im sich verschärfenden globalen Standortwettbewerb ihr ökonomisches und soziales Überleben zu sichern sind Städte und Regionen wie Wirtschaftbetriebe zu einer ständigen aktiven Entwicklung ihrer wirtschaftspolitischen Strategien und ihrer kulturellen Identität gezwungen. Hoffnungsmärkte sind High-Tech, Wissensproduktion und Qualitätstourismus. Bei der Neupositionierung und Markenbildung durch verständliche Slogans – die sich gleichermaßen nach außen wie nach innen richten – nimmt die Kreativwirtschaft eine immer bedeutendere Schlüsselrolle ein.*</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-312" title="heisse_luft_comic_002_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_comic_002_380.jpg" alt="heisse_luft_comic_002_380" width="380" height="479" /></p>
<p>Die erfolgreich angeworbenen Kreativen projizieren ihre Ideen auf die, die Landschaft prägenden Lagerhaus-Silotürme, die nun als Sockel für neue Attraktionen dienen sollen: ein von einem Stararchitekten entworfenes Kulturzentrum, eine überdimensionale Zahlenskulptur als Glücksymbol einer bedeutenden neuen touristischen Zielgruppe, ein Moscheen-Projekt als produktive mediengerechte Provokation und das riesige neue Logo eines neuen Festivals als Symbol des kulturellen Aufbruchs.*</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-313" title="heisse_luft_comic_003_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_comic_003_380.jpg" alt="heisse_luft_comic_003_380" width="380" height="479" /></p>
<p>Zu aller erst wurde das Logo entwickelt. Es soll als starke Dachmarke die unterschiedlichen Teil-Projekte zusammenfassen. Durch die Aneignung arabischer Schriftzeichen ist es ein nicht unmittelbar entzifferbares Symbol der Differenz, ein emotionales Design, das durch Irritation das Kreativpotential in der Region stimulieren will. Zumindest ein Jahr lang, denn mit dem Ende des diesjährigen Festivalthemas verliert es seine Gültigkeit. Dann würde es als Markenzeichen für andere Produkte frei werden: etwa für die Beauty- und Wellness-Linie eines Top-Hotels oder für einen coolen urbanen loungigen Club…*</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-314" title="heisse_luft_comic_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_comic_004_380.jpg" alt="heisse_luft_comic_004_380" width="380" height="479" /></p>
<p>Dem Logo folgt die Vermessung der Kulturlandschaft: zusätzlich zu Shopping Malls, Technologieparks und Thermen wird nun das Kreativpotential der Region sondiert, die Grenzen zwischen Brandlands neu abgesteckt, neue Standorte für Landmarks, Forschungs-Laboratorien und Thinks Tanks, Drehorte für Film und TV festgelegt. Zuerst wird eine skulpturale Aussichtsplattform als Landmark konzipiert, um einen Überblick über den Baufortschritt bei der Errichtung der anderen Attraktionen zu ermöglichen …*</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-315" title="heisse_luft_comic_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_comic_005_380.jpg" alt="heisse_luft_comic_005_380" width="380" height="479" /></p>
<p>In der Regionalentwicklung kommt weichen Standortfaktoren, wie einer hohen Lebensqualität durch soziale Sicherheit, einer Vielfalt an Bildungs- und Freizeitangeboten und einer qualitativ hochwertigen Nahversorgung, eine erhöhte Bedeutung zu. Damit sollen aber nicht nur postkapitalistische Touristen auf Sinnsuche angesprochen, sondern auch die Abwanderung des lokalen Kreativpotentials unterbunden oder zusätzliches angeworben werden.*</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-316" title="heisse_luft_comic_006_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_comic_006_380.jpg" alt="heisse_luft_comic_006_380" width="380" height="479" /></p>
<p>Ein Schlüsselfaktor für den ökonomischen Erfolg einer Stadt oder Region ist Diversität – nicht nur bezüglich der angesiedelten Unternehmen, ihrer Marken-Produkte und Dienstleistungen sondern auch bezüglich der Lebensstile der BewohnerInnen. Voraussetzung um das Kreativpotential anzuziehen, zu halten oder freizusetzen ist die Toleranz gegenüber Subkulturen: MigrantInnen, Bohemians, politischen AktivistInnen, KünstlerInnen, und Homosexuellen. Wo die Diversität der Kulturen nicht existiert, muss sie erfunden, inszeniert und zur Schau gestellt werden.*</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-317" title="heisse_luft_comic_007_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/heisse_luft_comic_007_380.jpg" alt="heisse_luft_comic_007_380" width="380" height="479" /></p>
<p>Zu einer professionellen aktiven Neupositionierung ist naturgemäß auch Kapital nötig. Besten  falls kann der Mangel an Kapital von lokalen Akteuren durch den Investitions-Druck, der aufgrund eines Kapitalüberschusses anderen Ortens entsteht, kompensiert werden. Um in einer Ökonomie der Aufmerksamkeit diesen Kapitalfluss in Gang setzen oder zu seinen Gunsten umleiten zu können zählen neben sozialen Netzwerken angeblich auch medial kommunizierte Kulturprojekte zu den erfolgversprechendsten Werkzeugen.*</p>
<p><em>* Theorie-Sampling aus wirtschaftsaffinen und -kritischen Texten</em><em><br />
Boltanski, Luc; Ève Chiapello. &lt;&lt;Der&gt;&gt; neue Geist des Kapitalismus. Konstanz: UVK-Verl.-Ges., 2006.</em><em><br />
Bolz, Norbert. &lt;&lt;Die&gt;&gt; Wirtschaft des Unsichtbaren – Spiritualität, Kommunikation, Design, Wissen: die Produktivkräfte des 21. Jahrhunderts. München: Econ, 1999.<br />
</em><em>Bröckling, Ulrich (Hrsg.). Glossar der Gegenwart. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004.<br />
</em><em>Budak, Adam; Franke, Anselm/ Peleg, Hila; RAQS Media Collective (Hrsg.). Manifesta 7 (Katalog). Milano: Silvana Editoriale, 2008.</em><em><br />
Florida, Richard L. &lt;&lt;The&gt;&gt; rise of the creative class and how it&#8217;s transforming work, leisure, community and everyday life. New York, NY: Basic Books, 2006.</em><em><br />
Franzen, Brigitte; König, Kaspar; Plath, Katharina (Hrsg.). Skulpturprojekte Münster 07 (Katalog). Köln, 2007</em><em><br />
Landry, Charles. &lt;&lt;The&gt;&gt; creative city a toolkit for urban innovators. London u.a.: Earthscan u.a., 2008.<br />
</em><em>Spillmann, Peter. Der Glamour von St. Moritz, in: Harrasser, Karin (Red.). Alpine Avantgarden und urbane Alpen, Sinnhaft; 21. Wien: Löcker, 2008.<br />
Zukin, Sharon. Städte und die Ökonomie der Symbole, in: Göschel, Albrecht und Kirchberg, Volker (Hrsg.). Kultur in der Stadt – stadtsoziologische Analysen zur Kultur. Opladen: Leske + Budrich, 1998.</em></p>
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		<item>
		<title>Heisse Luft. Aus dem Kochbuch der Destination-Branding ExpertInnen</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2008/08/15/heisse-luft-sudtirol/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 23:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte3]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Installation „Heisse Luft“ trifft auf der Bühne eine Gruppe von über die gesamte Region verstreuten Objekte und Branding-Tools aufeinander. Die aus Karton und Holz-Latten gefertigten und personifizierten Nachbildungen berichten, ausgestattet mit habituellen Eigenheiten, über Lautsprecher von ihren Erfahrungen und über die ihnen von ihren SchöpferInnen zugedachte Rolle im aktuellen regionalen Branding-Prozess.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/Heisse_Luft_Suedtirol_001_380.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-183" title="Heisse_Luft_Suedtirol_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/Heisse_Luft_Suedtirol_001_380.jpg" alt="Heisse_Luft_Suedtirol_001_380" width="380" height="254" /></a></p>
<p><em>Bühnen- und Audioinstallation, diverse Medien<br />
</em></p>
<p><strong>Setting</strong></p>
<p>In dem kleinen alpinen Südtiroler Dorf Flaas gab es über lange Zeit hinweg keinen Ort an dem die Dorfbevölkerung ihre Versammlungen und Veranstaltungen abhalten konnte. In den 1960er Jahren wurde im Obergeschoß des „Taber-Hofes“ ein kleiner Versammlungssaal samt Bühne eingerichtet, auf der u.a. regelmäßig Bauerntheater gespielt wurde.<br />
Für die Installation „Heisse Luft“ trifft auf der Bühne eine Gruppe von über die gesamte Region verstreuten Objekte und Branding-Tools aufeinander. Die aus Karton und Holz-Latten gefertigten und personifizierten Nachbildungen berichten, ausgestattet mit habituellen Eigenheiten, über Lautsprecher von ihren Erfahrungen und über die ihnen von ihren SchöpferInnen zugedachte Rolle im aktuellen regionalen Branding-Prozess.</p>
<p><a href="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/Heisse_Luft_Suedtirol_002_380.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-181" title="Heisse_Luft_Suedtirol_002_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/Heisse_Luft_Suedtirol_002_380.jpg" alt="Heisse_Luft_Suedtirol_002_380" width="380" height="273" /></a></p>
<p><strong>Tonspuren zu personifizierten Objekten</strong></p>
<p>Dixi Toilette: erzählt von ihren Erlebnissen am Rande von den Events bei denen sie aufgestellt war und vernetzt somit das lokale Feuerwehrfest mit Manifesta und Papstbesuch.</p>
<p>Südtiroler Schlutzkrapfenpfanne: eine traditionelle regionale Speise wird der Lifestyle-Fusion-Küche angepasst und erfährt ihren aktuellen Relaunch.</p>
<p>Logo und Brandzeichen: hat die Aufgabe möglichst viele lokale Produkte, Dienstleistungen und Orte unter einer Dachmarke zusammen zu führen und sich bei jeder Gelegenheit ‚einzubrennen&#8217;.</p>
<p>Architekturmodell: eines Kulturhauses, entworfen von einem renommierten Stararchitekten, das in einer ländlichen Gemeinde errichtet werden soll. Nach außen soll die Architektur als weithin sichtbare Landmark wirken, aber auch nach innen das neu geschaffene Image vermitteln – doch weis im Moment noch niemand so genau wie es genutzt werden soll.</p>
<p>Geldkoffer: sein Inhalt, Kapital aus unterschiedlichen Quellen, von öffentlichen Fördergeldern, über Anteile an Fondgesellschaften bis hin zu Verlustbeteiligungen. In letzter Zeit kommt er immer häufiger in diese Gegend, sorgt bei den Treffen stets für Aufregung – doch bleibt zunächst noch ungeklärt ob er gefüllt ist oder leer.</p>
<p>Kochbuch – Trendbibel: in hoher Auflage gedruckt verkündet es lautstark den neuesten Megatrend. Das Kochbuch setzt alles daran sich am freien Markt der Trends, wenn auch nur für kurze Zeit zu behaupten.</p>
<p>Gasthaussaal – Symposium: wird im Gasthaus einer kleinen Landgemeinde abgehalten. Rückblickend kommentiert der Gasthaussaal die im Laufe des Tages vorgestellten Strategien, vorgebrachte Argumente und aufgestellte Behauptungen.</p>
<p><em>SprecherInnen: Andras Geisselhardt, Michael Hieslmair, Gabriela Oberkofler</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>EXIT Karlsplatz. Alltag im Labyrinth eines innerstädtischen Verkehrsknotenpunktes</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2008/05/30/exit-karlsplatz/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2008 23:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptseite]]></category>
		<category><![CDATA[Spalte1]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Arbeit repräsentiert ein sozialräumliches Modell des Karlsplatzes, in dessen Zentrum das labyrinthartige Netzwerk aus unterirdischen Tunnelröhren, Verbindungsgängen und Passagen steht, das sich um den Kreuzungspunkt der drei U-Bahnlinien spannt. In diesem Modell werden aber nicht nur die Präsenz von Randgruppen, die potentiellen Angsträume und Zonen des Konflikts, sondern vor allem auch die alltäglichen Wege von Akteuren aus unterschiedlichen sozialen Milieus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-151" title="exit_karlsplatz_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/exit_karlsplatz_004_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_004_380" width="380" height="254" /></p>
<p><em>Sozialräumliches Wegenetz-Modell und Audioskulptur, diverse Medien</em></p>
<p>Die Arbeit entstand auf Einladung des Wien Museums, das direkt am Karlsplatz situiert ist, dessen Geschichte sich die Ausstellung widmete. Die Arbeit wurde im ersten Stock des Museums installiert – zwischen einem historischen Stadtmodell und einem großen Geschoss hohen Fenster von dem aus der Karlsplatz überblickt werden und demnach der Bezug sowohl zur historischen Geschichte des Platzes als auch zu seiner aktuellen Nutzung unmittelbar hergestellt werden kann.</p>
<p>Der Karlsplatz ist einer der bedeutendsten innerstädtischen Verkehrsknotenpunkte der Stadt Wien, der allein auf den drei unterirdischen U-Bahnrouten täglich von 300.000 Passagieren durchquert wird. Der Platz erschließt bedeutende Kultur- und Bildungseinrichtungen (beispielsweise die Oper, das Konzerthaus, die Secession, die Technische Universität und das Wien Museum) und Konsumzonen (den Naschmarkt, die Kärtnerstraße, das Freihausviertel usf.), wird in der medial kommunizierten Wahrnehmung aber vor allem von seinem Image als Treffpunkt von Drogen- und Medikamentenabhängigen dominiert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-139" title="exit_karlsplatz_scetch_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/exit_karlsplatz_scetch_001_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_scetch_001_380" width="380" height="268" /></p>
<p>Die Arbeit repräsentiert ein sozialräumliches Modell des Karlsplatzes, in dessen Zentrum das labyrinthartige Netzwerk aus unterirdischen Tunnelröhren, Verbindungsgängen und Passagen steht, das sich um den Kreuzungspunkt der drei U-Bahnlinien spannt. In diesem Modell werden aber nicht nur die Präsenz von Randgruppen, die potentiellen Angsträume und Zonen des Konflikts, sondern vor allem auch die alltäglichen Wege von Akteuren aus unterschiedlichen sozialen Milieus nachgezeichnet, die sich hier kreuzen, einander passieren und die den Platz mit ihren jeweiligen Quell- und Zielregionen verbinden, die mitunter weit außerhalb des Karlsplatzes hinausweisen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-150" title="exit_karlsplatz_003_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/exit_karlsplatz_003_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_003_380" width="380" height="254" /></p>
<p>Dazu wurden auf der Mikroebene vor Ort ausgewählte Akteure befragt oder beobachtet und vom Karlsplatz ausgehend auf ihren Wegen bis zu ihren Ein- und Ausstiegsstationen ‚verfolgt’. Ihre zurückgelegten Wege, Raumfolgen und die zeitlichen Rhythmen ihrer Frequentierung werden in ein abstrahiertes dreidimensionales Modell des unterirdischen Tunnelsystems eingebaut. Diese Wege unterscheiden sich durch unterschiedliche Farben und die unterschiedlichen Zeichnungen von Gebäudeschnitten an ihren jeweiligen Enden – an denen die Wege die Wohnhäuser oder Arbeitsorte der Akteure berühren. Den Wegen sind Hörstellen zugewiesen, an denen über Kopfhörer detaillierte Informationen eingeholt werden können, die vom Sprecher der Wiener U-Bahn in einem sachlichen protokollartigem Stil aufgesprochen wurden. Zudem wurden Fahrplänen angefertigt, die dem Layout der Wiener U-Bahn nachgestellt sind, die aber nicht die Wege und Fahr-Zeiten der Verkehrsmittel sondern die der jeweils ausgewählten Akteure beschreiben.</p>
<p>So wird den fest im mentalen Stadtplan verankerten Zuschreibungen, die den Karlsplatz als Angstraum ausweisen, die beispielhafte Darstellung der Raum-Zeitorganisation von Akteuren gegenübergestellt, die gelernt haben, sich aus dem Weg zu gehen oder am Platz zu unterschiedlichen Zeiten permeable Raumzonen für sich und ihre Subkultur zu aktivieren.</p>
<p><strong>Umsetzung</strong><br />
Sozialräumliches Wegenetz-Modell: Gangsystem aus Aluminiumprofilen und -blechen beschriftet mit Verkehrsfrequenz-Daten, Sockel aus lackierten MDF-Platten, schematische Stadt-Schnitt Darstellungen auf Karton, farbige Akteursspuren aus Acrylglas-Stäben, 10 Fahrpläne als Digital-Prints DIN A4, 10 Hörstationen mit mp3-Playern und Kopfhörern, Erzählungen auf gesprochen von Franz Kaida – pensionierter Haltestellenansager der Wiener Verkehrsbetriebe,<br />
Abmessung: 200cm / 270cm /120cm</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-149" title="exit_karlsplatz_002_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/11/exit_karlsplatz_002_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_002_380" width="380" height="254" /></p>
<p><strong>Tonspuren</strong><em><br />
</em>zu Stadtraum und Zeit-Wegenetzdarstellungen anhand folgender Akteure</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-450" title="exit_karlsplatz_fahrplan_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_001_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_001_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/01 Ernst H.mp3">Audio-Datei herunterladen (01 Ernst H.mp3)</a><br />
Ernst H. (54)<br />
Tischler Wien Museum &gt; Montag – Freitag</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-451" title="exit_karlsplatz_fahrplan_002_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_002_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_002_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/02 Parem Chand Z.mp3">Audio-Datei herunterladen (02 Parem Chand Z.mp3)</a><br />
Parem Chand Z. (41)<br />
Zeitungsverkäufer Karlsplatzpassage &gt; Montag – Freitag</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-453" title="exit_karlsplatz_fahrplan_003_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_003_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_003_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/03 Lisa H+Hermine F.mp3">Audio-Datei herunterladen (03 Lisa H+Hermine F.mp3)</a><br />
Lisa H. (7)<br />
Schülerin Evangelische Volksschule &gt; Montag – Freitag<br />
und Hermine F. (78)<br />
Großmutter Begleitperson &gt; Montag – Freitag</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-454" title="exit_karlsplatz_fahrplan_004_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_004_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_004_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/04 Gabriele+Franz F.mp3">Audio-Datei herunterladen (04 Gabriele+Franz F.mp3)</a><br />
Gabriele (73) und Franz F. (78)<br />
Musikvereinsbesucher &gt; ein bis zwei mal pro Monat</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-455" title="exit_karlsplatz_fahrplan_005_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_005_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_005_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/05 Heinz K.mp3">Audio-Datei herunterladen (05 Heinz K.mp3)</a><br />
Heinz K. (23)<br />
Sicherheitsbediensteter Streetwork – Anlaufstelle Karlsplatz</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-456" title="exit_karlsplatz_fahrplan_006_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_006_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_006_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/06 Lan A.mp3">Audio-Datei herunterladen (06 Lan A.mp3)</a><br />
Lan A. (34)<br />
Servicemitarbeiterin Mc Donalds &gt; Sonntag – Donnerstag</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-457" title="exit_karlsplatz_fahrplan_007_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_007_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_007_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/07 Barbara L.mp3">Audio-Datei herunterladen (07 Barbara L.mp3)</a><br />
Barbara L. (24)<br />
Studentin Universität Wien &gt; Dienstag / Donnerstag</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-458" title="exit_karlsplatz_fahrplan_008_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_008_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_008_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/08 Dragica M.mp3">Audio-Datei herunterladen (08 Dragica M.mp3)</a><br />
Dragica M. (34)<br />
Reingungskraft / Haushaltshilfe Akademiehof &gt; Dienstag</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-459" title="exit_karlsplatz_fahrplan_009_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_009_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_009_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/09 Herbert L.mp3">Audio-Datei herunterladen (09 Herbert L.mp3)</a><br />
Herbert L. (27)<br />
Monteur arbeitslos &gt; unregelmäßig mehrmals pro Woche</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-460" title="exit_karlsplatz_fahrplan_010_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2008/05/exit_karlsplatz_fahrplan_010_380.jpg" alt="exit_karlsplatz_fahrplan_010_380" width="380" height="269" /></p>
<p><a href="http://hieslmair.mur.at/website/audio/exit_karlsplatz/10 Christina+Carlos T.mp3">Audio-Datei herunterladen (10 Christina+Carlos T.mp3)</a><br />
Christina (53) und Carlos T. (61)<br />
Touristen &gt; Samstag</p>
<p><em>Sprecher: Franz Kaida, pensionierter Haltestellenansager der Wiener Linien<br />
Unterstützung bei der Recherche: Barbara Strametz<br />
Fotos: Michael Hieslmair</em><a href="http://wienmuseum.at/" target="_blank"><br />
Wien Museum</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>The Rate of Return.</title>
		<link>http://hieslmair.him.at/2008/05/01/rate-of-return/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 23:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei "The Rate of Return" wird ein real-fiktiver und an Wien gebundener Immobilien Projekt-Entwicklungs- und Verwertungsablauf eines städtischen Bürobaus in Zagreb in einer Installation exemplarisch dargestellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-612" title="rate_of_return_hr_001_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/12/rate_of_return_hr_001_380.jpg" alt="rate_of_return_hr_001_380" width="380" height="570" /></p>
<p>Grundlegend für den Anlass eine Immobilie zu entwickeln ist zunächst die zu erwartende und möglichst hohe Rendite die, ist erst einmal der Break Even Point erreicht zu den Investoren und Anlegern zurückfließen soll. Über komplexe ineinander verschachtelte Beratungs- und Finanzierungsstrukturen sind von Projekt-Beginn an eine Vielzahl an Akteuren beteiligter Firmen und lokale Partner direkt oder indirekt miteinander verbunden. Parallel zu dem Fluss von Investmentkapital pendeln die Beteiligten zwischen Zagreb und Wien, organisieren, planen, verhandeln, schließen Verträge ab und gründen neue Subgesellschaften.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-614" title="rate_of_return_hr_003_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/12/rate_of_return_hr_003_380.jpg" alt="rate_of_return_hr_003_380" width="380" height="280" /></p>
<p>Mit den fertig gestellten Bauvorhaben verorten sich transnational agierende Unternehmen über die neu errichteten ikonen-haften Firmenfilialen an strategisch wichtigen städtischen Zentren. Die Filialen werden im Laufe der Zeit zu wichtigen Bezugspunkten für lokale Partner wie transnational pendelnde MitarbeiterInnen. Schließlich spannt sich über die Organisationsstrukturen der Unternehmen ein weitläufiges Netz an Wegen auf, entlang derer sich die MitarbeiterInnen in regelmäßigen Abständen hin- und herbewegen.</p>
<p>Zum einen sind für uns die eher abstrakten symbolischen und rhetorischen Argumente, die im Zusammenhang mit einer offensiv betriebenen Immobilienmarktentwicklung in Südosteuropa stehen von Interesse. Zum anderen stellt sich die Frage nach welchen Mechanismen, über welche persönlichen Kontakte und transnationale Netzwerke solche Immobilienprojekte in Zagreb entstehen. Im Fokus liegen die, an der Projektentwicklung beteiligten Akteure und ihre Kontakte zu lokalen Partnern – von der Idee und dem Motiv, über Standortentwicklung, Finanzierung und Bau, bis hin zum Betrieb des Immobilienprojektes.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-613" title="rate_of_return_hr_002_380" src="http://hieslmair.him.at/wp-content/uploads/2009/12/rate_of_return_hr_002_380.jpg" alt="rate_of_return_hr_002_380" width="380" height="280" /></p>
<p><strong>Installation und Umsetzung</strong><br />
Auf Basis der Recherche wurde ein real-fiktiver an Wien gebundener Immobilien Projekt-Entwicklungs- und Verwertungsablauf eines städtischen Bürobaus in Zagreb in einer Installation exemplarisch dargestellt. In Form eines sozialräumlichen Mappings wurde über die Handlungsstränge ausgewählter Akteure bzw. Akteurs-Netzwerke eine chronologische Erzählung, die sich ausgehend von der ersten Idee, über die Planungs- und Bauphase bis hin zur Vermietung des Objektes spannt, entwickelt und in Form von szenischen Zeichnungen und Texten kommentiert.</p>
<p>Im Zentrum der Installation steht ein modellhaft und abstrahiert nachgebildeter zentralsymmetrischer Bürogebäude-Turm aus Metallprofilen, teilweise mit Platten verkleidet (in Analogie zu den in Skelettbauweise hergestellten und in den Geschoßen mit Gipskartonständerwänden abgeteilten Bürobauten). Das Objekt wird somit gleichzeitig zum Träger für eine sich entlang der umlaufenden Timeline entwickelnde Erzählung. Die Installation liegt unmittelbar vor dem Eingangsbereich der in den 1960er Jahren errichteten „Workers University“. Schon der Wettbewerbsentwurf folgte dem zentralen Grundsatz (mit einem Verweis auf das Team X), den öffentlichen Raum der Straße bis in das Gebäudeinnere zu ziehen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das über Zonierungen und Schwellen vom öffentlichen Raum stark abgegrenzte und eben erst fertig gestellte Headquater einer österreichischen Bank. Der großformatige Schriftzug „THE RATE OF RETURN“ fügt sich zwischen die beiden gegenüberstehenden Gebäudekomplexe.</p>

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<p><em>Installation und Comic-Strecke: Akteursgebundene Episoden über die Entwicklung von Immobilienprojekten in Polen<br />
Überarbeitete Version für die von &lt;rotor&gt; Graz initiierte Ausstellung &#8220;Because it´s like now, it won´t stay that way&#8221; </em><em>in der Galerie Arsenal in </em>Bialystok<em>, Polen 2009</em><em> </em></p>
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